Kein Platz mehr neben Depot, Bulters, Ikea & Co.: Die Wohnaccessoires- und Textilkette Strauss Innovation beantragt ein Schutzschirmverfahren, um die Sanierung einzuleiten.

Die angeschlagene Modekette Strauss Innovation will mit einer Sanierung unter einem gerichtlich beantragten Schutzschirm aus der finanziellen Schieflage kommen.

Das Unternehmen mit Sitz im rheinischen Langenfeld habe einen entsprechenden Antrag gestellt, sagte ein Sprecher des Amtsgerichts Düsseldorf am Donnerstag und bestätigte damit Berichte der "Bild-Zeitung" und der "Welt".

Das Verfahren biete Strauss Innovation die Chance, mehr Gestaltungsspielräume für die Fortführung des Unternehmens zu schaffen, teilte das Unternehmen mit. Damit könne Strauss Innovation wieder auf eine gesunde Basis gestellt werden.

"Der Schutzschirm wurde für Unternehmen wie Strauss geschaffen, die über genügend Potential verfügen, sich aus einer Schieflage zu befreien. Diese Chance ergreifen wir nun, um unser  Traditionsunternehmen wieder auf eine gesunde Basis zu stellen", sagte Paula Minowa, Geschäftsführerin von Strauss Innovation.

Im Zuge des Schutzschirmverfahrens nach dem Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) kann die Geschäftsführung gemeinsam mit einem Sanierungsmanagement, dem bestellten Sachwalter, den Arbeitnehmervertretern und den wichtigsten Gläubigern innerhalb von zwei Monaten einen Plan zur Sanierung des Unternehmens ausarbeiten

Strauss Innovation beschäftigt bundesweit 1.400 Menschen in 96 Filialen, der Zentrale und dem Logistikzentrum.

dpa, DH