Für die insolvente Handelskette Strauss Innovation gibt es Hoffnung. Die Deutsche Mittelstandsholding übernimmt das Unternehmen. Freilich werden nicht alle Filialen gehalten.

Strauss Innovation hat wieder eine Zukunft: Die Deutsche Mittelstandsholding (DMH) mit Sitz in Frankfurt am Main übernimmt rund 50 der derzeit noch 77 Filialen der insolventen Handelskette. Damit können nach voraussichtlich mehr als die Hälfte der 1.100 Arbeitsplätze erhalten werden, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Der Kaufvertrag sei bereits am vergangenen Donnerstag vom Insolvenzverwalter Horst Piepenburg und der DMH unterzeichnet worden, berichtete Strauss Innovation. Der rechtliche Betriebsübergang soll Anfang November stattfinden. Zum Kaufpreis machten beide Seiten keine Angaben.

Überflüssige Filialen sollen bis Ende Januar geschlossen werden

Die neue Gesellschaft übernimmt rund zwei Drittel der bestehenden Filialen, den Onlineshop und Teile der Verwaltung in Langenfeld. Die nicht übernommenen Filialen sollen bis Ende Januar geschlossen, die Arbeitsverträge mit den nicht übernommenen Mitarbeitern gekündigt werden. Mit den Betriebsräten werde nun ein Interessenausgleich und ein Sozialplan erarbeitet.

Die in eine finanzielle Schieflage geratene Handelskette mit rund 77 vorwiegend in Nordrhein-Westfalen gelegenen Filialen hatte im Juni einen Insolvenzantrag gestellt. Nach zwei schwachen Monaten im März und April hätten die Mittel für die Finanzierung der Winter-Kollektion nicht mehr ausgereicht, hieß es damals.