Stationäre Läden sollen durch ihre Gestaltung die Kunden faszinieren. Drei Geschäfte in Italien, Japan und Kanada stehen für diesen Anspruch. Dafür gab es jeweils den EuroShop RetailDesign Award 2014.

Große Show für schöne Läden. In Düsseldorf hat das EHI Retail Institute am Sonntagabend im Rahmen der Messe EuroShop zum siebten Mal gemeinsam mit der Messe Düsseldorf die EuroShop RetailDesign Awards für die besten Stores mit den besten Konzepten verliehen.

In diesem Jahr wurden 84 Projekte aus 31 Ländern eingereicht. Das ist ein neuer Teilnahmerekord, betont das EHI. Entscheidend für die Prämierung war wieder ein ganzheitliches Storekonzept mit klarer Sortimentsbotschaft. Die internationale Jury hat aus den 36 Finalisten die diesjährigen Gewinner gekürt.

Die Preisträger des Jahres 2014 in alphabetischer Reihenfolge:

Coop.fi Novoli, Florenz
Kundenkomfort steht im neuen Coop.fi Novoli an erster Stelle, und zwar generationsübergreifend und für jeden Einkaufsstil. Frische Produkte aus der Region und Convenience in höchster Qualität werden in dem 2.500 Quadratmeter großen Supermarkt von Fachpersonal angeboten. Die unkonventionelle Präsentation der Frischesortimente in Form von Frische-Inseln zusammen mit eindrucksvoller Wareninszenierung zeichnet diese moderne Interpretation eines traditionellen italienischen Marktes aus.

Darüber hinaus wurde der soziale Aspekt der Handelskooperative Unicoop in Form eines einladenden Aufenthaltsbereiches integriert. Dieser lädt zum Verweilen ein und bietet Platz für Kundenevents, Verkostungen oder Seminare. Das Design des Marktes ist minimalistisch. Die dominierenden Farben Beige und Grau, große Glasflächen, kombiniert mit Materialien einer typischen gemütlichen italienischen Küche schaffen eine warme und moderne Atmosphäre. Schwerpunkte bei der Einrichtung wurden auf gute Sichtbarkeit der Waren in Verbindung mit höchster Energieeffizienz gelegt. Das Storedesign stammt vom italienischen Architekturbüro Paolo Lucchetta + RetailDesign srl.

Puma Brand Store, Osaka
Sowohl die Außenarchitektur als auch die Inneneinrichtung des neuen Puma Stores in der japanischen Stadt Osaka soll die Philosophie von Puma symbolisieren. Es wurde ein Retail-Konzept realisiert, das einfach und flexibel ist, gleichzeitig aber Referenzen an japanische Architektur und Design einbindet und den Kunden ein Shoppingerlebnis bietet. Der neue Brand-Store bietet Platz für Events und Veranstaltungen. Während die unteren zwei Geschosse des insgesamt dreistöckigen Gebäudes mit einer Fläche von 600 Quadratmeter für den Verkauf vorgesehen sind, ist die obere Etage eine offene Dachterrasse, die von einer leichten Fassadenkonstruktion umrandet wird und für Sport-Events bestimmt ist.

Die Fassade aus Streckmetall wirkt leicht und lässt viel Tageslicht in den Laden, während nachts wiederum das Licht hinausleuchtet. Im Inneren ist der kegelförmige Treppenaufstieg vor dem Hintergrund einer beeindruckenden roten Brand-Wall der absolute "Hingucker" mit starker Markenaussage und zieht als die Aufmerksamkeit auf sich. Der Standort bildet eine auf Pumas Retail 2.0-Format basierende Weiterentwicklung in Architektur und Storedesign und wurde vom Berliner Architekturbüro plajer + franz studio realisiert.

Simons West, Edmonton
Die Niederlassung des kanadischen Modefilialisten liegt im größten Shopping-Center Nordamerikas in West Edmonton in der kanadischen Provinz Alberta. Angeboten wird alles von Basics bis hin zu Designermarken mit passenden Accessoires. Die 10.700 Quadratmeter große Verkaufsfläche überzeugt mit überwältigender Kreativität und einer eigens für Simons entworfenen Kunstinstallation. Inspiriert vom Polarlicht schuf der kanadische Künstler Philip Beesley mit "Simons Aurora" eine Installation aus kristallartigen, feingliedrigen Strukturen, die ein sanft anschwellendes Lichtermeer bilden. Design-Highlights sind insbesondere die Umkleidekabinen der einzelnen Abteilungen.

So ziehen zum Beispiel hölzerne Wellen in leuchtendem Gelb und Grün im Damenmodebereich, petrolblaues Ambiente im Stil eines Men’s Club bei den Herrn oder rote, zur Garderobe umfunktionierte Toilettenkabinen im Jugendbereich die Blicke auf sich. Digitale Medien sind im Design von figure3 allgegenwärtig: Von den Tablet-PCs als Schnittstelle zur E-Commerce-Site bis zur Photostar-Kabine, in der der Kunde Fotos in Echtzeit in sozialen Netzwerken veröffentlichen kann, ist das Einkaufserlebnis bei Simons umfassend vernetzt.