Viele Händler klagen darüber, dass sie von ihren Banken zu wenig Auskunft bekommen: Über die Zusammensetzung ihres Ratings, über die Gründe für eine Kreditabsage. Ein Banken-Barometer soll helfen.

Die Geschäfte bei Banken und Sparkassen dürften angesichts der anhaltenden Niedrigzinsphase nicht besser laufen, eher im Gegenteil: "In den nächsten Jahren wird sich die Geschäftsentwicklung bei Banken und Sparkassen verschlechtern", sagt Thomas Thier, Vorsitzender der KMU-Berater, der Bundesverband freier Berater.

Deshalb dürften die Bonitätsanforderungen der Banken mittelfristig steigen - das bedeutet strengere Kreditvergabekriterien für Mittelständler.

Für eine bessere Zusammenarbeit zwischen Banken und Händlern

Um frühzeitig eine kritische Betrachtung der Finanzierungssituation bei Händlern zu
unterstützen, haben die KMU-Berater die Kreditvergabe in den Mittelpunkt des aktuellen
"KMU-Banken-Barometer 2016" gestellt. Diese Befragung soll eine Art Selbst-Check für die Unternehmen sein - und beleuchtet die Zusammenarbeit zwischen Banken und Unternehmen.

Zwölf Fragen sollen die Händler beantworten. Unter anderem möchten die Berater wissen, ob die Unternehmen von ihren Banken im Vorfeld einer Kreditentscheidung über Vergabekriterien informiert werden und ob die Banken die Gründe für eine Kreditzusage oder -ablehnung offen kommunizieren.

Wer teilnimmt, erhält eine aus den eigenen Antworten abgeleitete Bewertung ihrer Finanzierungs- und Bankensituation. Außerdem übersenden die KMU-Berater eine ausführliche Information über die Noten der Ratingsysteme der deutschen Kreditinstitute. Da viele Händler darüber klagen, dass Banken nicht ausreichend über die Gründe für die Ratingnote oder eine Kreditabsage informieren, können solche Informationen durchaus nützlich sein.

Bis zum 20. Juni können Unternehmer an der Befragung teilnehmen, unter www.banken-barometer.kmu-berater.de finden sich weitere Informationen.