Ein so genannter "Content Gap" kann zu verminderter Wettbewerbsfähigkeit, erhöhten Kosten und mangelnder Kundenzufriedenheit im Unternehmen führen.

Ein so genannter "Content Gap" kann zu verminderter Wettbewerbsfähigkeit, erhöhten Kosten und mangelnder Kundenzufriedenheit im Unternehmen führen.

Dies ist der Tenor einer aktuellen Studie des Software-Unternehmens Arbortext und des Marktforschungsinstituts Harte-Hanks, die den Einsatz von XML-Technologien zur Verwaltung von Content sowie dessen Bedeutung bei zukünftigen E-Business-Projekten in Industrieunternehmen untersucht haben. Dafür wurden IT-Entscheider aus 279 Unternehmen in Frankreich, Großbritannien und Deutschland befragt. Der Großteil der Unternehmen stammt aus dem Bereich der Automobil- und Luftfahrtindustrie sowie dem IT- und Telekommunikationssektor.

Die Mehrheit (88%) der Interviewten stimmte zu, dass die Qualität der auf ihrer Webseite veröffentlichten Informationen verbessert werden könnte. In diesem Zusammenhang wurden besonders detaillierterer und aktuellerer Content sowie größere Interaktionsmöglichkeiten für Kunden genannt.

Trotz des branchenübergreifenden Konsenses bezüglich des noch geringen Know-hows über XML-Technologien glaubt die Mehrheit, dass XML zur Verbesserung beitragen könnte. 63% sind der Meinung, dass durch XML aktuellere und personalisierte Informationen schneller angeboten werden können. 56% glauben, dass der Prozess des Bereitstellung von Informationen an externe Dritte rationalisiert werden könnte.

32% der Befragten denken, dass ihnen bei der Umsetzung der E-Business-Strategie XML-Technologien helfen können. Über die Hälfte der Interviewten war sich einig, dass das Problem in der Diskrepanz von unternehmensintern vorhandenen und nach außen über das Web verfügbaren Informationen liege ("Content Gap"). Eine Herausforderung für viele Unternehmen liege darin, einen schnellen, unkomplizierten und kosteneffektiven Weg zu finden, unternehmensinterne Informationen extern in personalisierter Form zugänglich zu machen.

Die geschäftlichen Auswirkungen für Unternehmen, die diesen "Content Gap" nicht zeitnah schließen und Kunden dadurch nicht mit notwendigen, aktuellen Informationen versorgen, könnten kritisch sein: so erhöhe sich etwa der Administrationsaufwand, wenn Kunden online nicht finden, was sie suchen und beispielsweise nur Bestellmöglichkeiten für veraltete Artikel vorfinden. Diese Kunden werden zur Konkurrenz mit nutzerfreundlicheren Sites abwandern. 72% der befragten Unternehmen planten den Einsatz von XML in den nächsten drei Jahren mit dem Ziel, ihre E-Business-Strategie zu optimieren. Gegenwärtig bewerteten allerdings 71% der Interviewten ihr Wissen über XML-Technologien als gering oder sogar als sehr gering.

Eine der derzeit meist angegebenen, kurzfristig geplanten E-Business-Vorhaben stellt die Bereitstellung von Online-Katalogen dar. 56% der Interviewten verfügen bereits über elektronische Produktkataloge, 37% über technische Handbücher und 34% veröffentlichen andere Produkt- und technische Informationen.

"Die Studie zeigt, dass der "Content Gap" für Unternehmen ernstzunehmende Probleme erzeugt: XML-basiertes Single Source Publishing bietet dazu eine effektive Lösung. Die Studie zeigt aber auch, dass zwar eine größere Anzahl von Unternehmen die Vorteile von XML schätzt, jedoch weitere Aufklärungsarbeit in diesem Bereich erforderlich ist, bevor die Herausforderung des "Content Gaps" gelöst werden kann," sagt Nathan Birtle, Regional Vice President Arbortext Europe.

Einige zentrale deutsche Studien-Ergebnisse im Überblick:
88% der Befragten sind der Meinung, dass Produktinformationen, die auf der Website verfügbar sind, verbessert werden können. Von den Befragten bieten 54% derzeit bereits einen Online-Produktkatalog an.
Folgende Punkte wurden dabei als kritisch erachtet:
- die Menge der Informationen, die gepflegt und aktualisiert werden muss (20%),
- die Geschwindigkeit des Mediums Internet (24%),
- Kunden, die unzureichende/falsche Informationen finden (12%)
- und Kunden, die veraltete Produkte bestellen (14%).

Im Vergleich zu Frankreich und Großbritannien ist die Anzahl der Unternehmen, die bereits XML-Technologien einsetzen, in Deutschland am größten (24% gegenüber 16 bzw. 23%). XML-Technologien werden in Deutschland hauptsächlich als Standard-B2B-Datentransfer genutzt.

Als Grund, warum XML-Technologien bisher noch nicht implementiert wurden, gaben die Befragten an, dass sie diese bis jetzt noch nicht brauchten (37%) oder dies für die Zukunft planen (18%).
Als Vorteil der XML-Technologie sehen 32% die Schnelligkeit, mit der Informationen aktualisiert und verändert werden können sowie die generelle Zeitersparnis und Verfügbarkeit detaillierter Informationen.

Knapp die Hälfte (48%) der Befragten ist sich des "Content Gaps" bewusst und fast genauso viele (49%) glauben, dass dieses Problem durch XML gelöst werden kann.
37% der Befragten bewerteten ihre Kenntnisse über XML als sehr gering und 30% als gering.
19% nannten als Haupt-E-Business-Strategie E-Procurement und Online-Beschaffung (B2B).
Nur 8% der Befragten erklärten, dass sie in den nächsten drei Jahren XML nicht nutzen wollen, während 10% dies in den nächsten zwei Jahren planen und 41% erst dann diese Technologie anwenden wollen, wenn sie sich noch mehr durchgesetzt hat. (DS)


KONTAKT:

Arbortext GmbH
Robert Schmid
Humboldtstr. 12
85609 Dornach b. München
Tel. 089-94490207
Fax 089-94490110
E-Mail: rschmid@arbortext.com