Der Autovertrieb über das Internet ist auf dem Weg, sich in den kommenden Jahren zu einem florierenden Markt zu entwickeln. Bis zum Jahr 2005 sollen mehr als 10% aller Autos an Privatpersonen über das Internet verkauft werden.

Der Autovertrieb über das Internet ist auf dem Weg, sich in den kommenden Jahren zu einem florierenden Markt zu entwickeln. Bis zum Jahr 2005 sollen mehr als 10% aller Autos an Privatpersonen über das Internet verkauft werden.

Mit einem Anteil von 3% (2,8 Mrd. Euro) am Gesamtumsatz in den deutschsprachigen Ländern ist der Online-Gebrauchtwagenverkauf schon heute ein funktionierendes Geschäft. Der Verkauf von Neuwagen kommt in diesem Jahr dagegen nicht über einige Tausend Stück hinaus. Das ist das Ergebnis der neuen Studie "Autovertrieb über das Internet - Auslaufmodell Autohändler?" des Internet-Marktanalysten Forit. Forit befragte mehr als 500 Internet-Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Darüber hinaus führten die Marktanalysten Tiefeninterviews mit Geschäftsführern, Marketingleitern und E-Commerce-Verantwortlichen von Herstellern, Händlern, Serviceanbietern und Internetmarktplätzen.

Wichtige Faktoren für die Marktentwicklung sind laut Forit die höhere Markt- und Preistransparenz bei Gebrauchtwagen sowie bei Neuwagen der Komfort bei der Fahrzeugauswahl und -konfigurierung von zuhause.

Kunden suchen beim Autokauf das beste Preis-Leistungsverhältnis. Von den künftigen Internet-Anbietern erwarten sie eine gelungene Integration von Online- und Offline-Angeboten. Erfolgreiche Internetangebote müssen daher versuchen, typische Offline-Komponenten, wie beispielsweise Besichtigung, Probefahrt und Inzahlungnahme des alten Wagens, in ihr Online-Angebot zu integrieren. Dazu zählen auch Partnerschaften mit Händlern und anderen Serviceorganisationen sowie die Einrichtung einer Telefon-Hotline.

Forit geht davon aus, dass Hersteller aufgrund des Wettbewerbsdruckes ebenfalls in den Internetverkauf einsteigen. Da sie bei den Verbrauchern über einen großen Vertrauens- und Markenbekanntheits-Bonus verfügen, werden Hersteller zu den wichtigsten Anbietern. Dagegen werden es traditionelle Händler im Autovertrieb über das Internet schwerer haben. Besonders die kleinen Vertragshändler werden einem heftigen Druck ausgesetzt.

Nachdem die Hersteller in der Produktion in den vergangenen Jahren rigide Sparkurse umgesetzt haben, sind nun nur noch im Vertrieb große Kostensenkungspotenziale zu verwirklichen.

Beim Vertrieb über Online-Marktplätze sind die geringsten Einsparungen zu erwarten, beim Online-Direktvertrieb der Hersteller können Einsparungen von bis einem 37% der Vertriebskosten realisiert werden. Teilweise werden die Einsparungen an die Kunden weitergegeben. In allen deutschsprachigen Ländern haben sich bereits eine Vielzahl von elektronischen Marktplätzen herausgebildet, die vor allem Gebrauchtwagen der angeschlossenen Händler anbieten.

Bislang hat jedoch keiner dieser Marktplätze eine für das unabhängige Überleben kritische Größe an Umsätzen, angebotenen Fahrzeugen und Marktgröße erreicht. Nicht alle Marktplätze werden sich behaupten. Forit geht davon aus, dass die ersten Marktplätze demnächst wieder schließen. (ST)


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