Immobilien sind auch im nächsten Jahr als Anlage gefragt. Der Handel muss laut einer Analyse jedoch keine höhere Mieten befürchten.

Auch 2016 wird die Nachfrage nach Immobilien in Deutschland das Angebot übersteigen. Davon geht die Immobilien-Beratungsfirma Savills aus.

Aufgrund der weiterhin günstigen realwirtschaftlichen Rahmenbedingungen steige vor allem in großen Städten und Ballungsräumen die Nachfrage nach Büros, Logistikflächen und Wohnungen, schreiben die Berater in ihrem "Ausblick Immobilienmarkt Deutschland 2016".

Weniger Miete für Händler

Wer im nächsten Jahr in Logistikflächen investieren will, muss mit steigenden Preisen rechnen: Auch aufgrund des anhaltenden Wachstums des Onlinehandels sind diese Flächen weiter gefragt. Deshalb stagniere aber die Nachfrage am Markt für Einzelhandelsflächen, lautet die Schlussfolgerung der Berater. "Lediglich in den Luxuslagen bleiben Flächen knapp, alle anderen Lagen der Einkaufsstraßen werden in zunehmend mehr Städten Mietrückgänge verzeichnen", so die Analyse.

Studentenwohnheime als Puffer

Wer in Immobilien investieren will, sollte das Portfolio besser auf die Zeit nach dem Aufschwung vorbereiten, empfehlen die Berater zudem: Der Investmentzyklus am deutschen Markt sei bereits weit fortgeschritten.

Dazu eignen sich laut Savills Investitionen in Immobilien, die möglichst unabhängig von konjunkturellen Schwankungen sind oder die von langfristigen Trends profitieren. "Die fortschreitende Verstädterung, die Alterung der Gesellschaft und die steigende Bedeutung des Bildungssektors sind langfristig wirksame Trends, die sich Immobilieninvestoren zunutze machen können, um zyklische Effekte abzufedern", erläutert Matthias Pink, bei Savills für das Research verantwortlich. Das könnten Senioren- und Studentenwohnanlagen, aber auch Pflegeheime und Hochschulgebäude sein.