Eine unabhängige Studie von TBC Research ergab, dass 62 % der europäischen Führungskräfte elektronische Handelsgemeinschaften als Schlüssel für den zukünftigen Geschäftserfolg ansehen.

Eine unabhängige Studie von TBC Research ergab, dass 62 % der europäischen Führungskräfte elektronische Handelsgemeinschaften als Schlüssel für den zukünftigen Geschäftserfolg ansehen. Die von J.D. Edwards in Auftrag gegebene Studie ist Teil einer Forschungsreihe zu aktuellen Technnologiethemen und -trends in Europa. Im Vordergrund stand diesmal der elektronische Austausch mit Zulieferern und Kunden. Befragt wurden 150 Manager aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Spanien und Italien aus den Bereichen Beschaffung, Finanzwesen, Logistik und Betriebsleitung.

Auf die Frage "Würden Sie sagen, dass in den vergangenen drei Jahren der elektronische Austausch Ihres Unternehmens mit Kunden und Zulieferern stark, mäßig oder nicht zugenommen hat?" gaben 86 % der europäischen Entscheider eine starke bzw. mäßige Zunahme an. In Deutschland und den Niederlanden waren 72 % der Befragten der Meinung, dass der elektronische Austausch in diesem Zeitraum stark zugenommen hat, dicht gefolgt von Frankreich mit 71 %. In Spanien und Italien ergab sich ebenfalls eine starke Zunahme von 56 % und in Großbritannien von 48 %.

Die nächste Frage lautete: "Nutzt Ihr Unternehmen zur Zeit elektronische Handelsgemeinschaften für die Beschaffung und den Vertrieb oder ist dies geplant?" Insgesamt planen 62 % der europäischen Manager die Einführung von Handelsgemeinschaften bzw. nutzen diese bereits. Überraschenderweise gaben 36 % an, überhaupt keine Einführung zu planen, wobei Geschäftsleitung und Finanzmanager am wenigsten und IT- bzw. E-Commerce-Manger am meisten Interesse zeigten. Großbritanien, Italien und Spanien zeigten geringeres Interesse an elektronischen Handelsgemeinschaften, 30-45 % der Verantwortlichen haben diesbezüglich auch langfristig gesehen keine Pläne. Deutschland war auch hier in der Gruppe führend mit 79 % geplanter Projekte in naher Zukunft.

"Europas führendes Management ist dabei zu begreifen, dass der elektronische Handel mit Partnern, Zulieferern und Kunden bedeutsame Veränderungen der bestehenden Geschäftsmodelle erfordert" kommentiert Jyoti Banerjee, Chief Executive von TBC Research, das Ergebnis der Studie. "Unabhängig davon, ob diese Veränderungen von ihnen neue Einkaufs- und Vertriebsmethoden wie Handelsgemeinschaften oder elektronische Marktplätze verlangen -worüber sie sich noch nicht genau im klaren sind - die Mehrzahl der Führungskräfte zieht es vor, an der New Economy teilzuhaben anstatt davon ausgeschlossen zu sein."

Abschließend wurde gefragt: "Hat das Scheitern so vieler Internetfirmen im Jahr 2000 das Engagement Ihres Unternehmens in bezug auf den elektronischen Austausch mit Zulieferern und Kunden beeinflusst?" Über das Scheitern der Internetfirmen herrscht im allgemeinen große Sorge: 75 % der Verantwortlichen waren unabhängig von der Unternehmensgröße darüber leicht oder ziemlich besorgt. Sie gaben an, ihre Pläne weiterhin bestehen zu lassen.

Deutschland zeigte sich mit 57 % am wenigsten beunruhigt. Niederländer und Engländer sind mit 83 % bzw. 79 % über den Niedergang der Internetfirmen ziemlich besorgt, haben aber strategische Überlegungen bezüglich des elektronischen Austauschs mit Zulieferern und Kunden angestellt. (DS)


FIRMENPROFIL:

J.D. Edwards ist ein führender Anbieter „kollaborativer Unternehmenssoftware“ für Konsumgüter-, Industrie- und Dienstleistungsbranchen. Die Lösungen von J.D. Edwards sind bei rund 6.000 Kunden im Einsatz. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Denver, Colorado, USA, wurde 1977 gegründet. Im Finanzjahr 2000 betrug der Umsatz 1 Mrd. US-$.