Laut einer neuen User Experience Studie kann keines der sechs großen kommerziellen Job- und Karriereportale in Deutschland hinsichtlich Benutzerfreundlichkeit für den Stellensuchenden überzeugen.

Keines der sechs großen kommerziellen Job- und Karriereportale in Deutschland kann hinsichtlich Benutzerfreundlichkeit für den Stellensuchenden überzeugen. Dies zeigen die Ergebnisse einer User Experience Studie, die von April bis Mai 2001 von relevantive, einer Berliner Spezialagentur für Usability und User Experience Architecture, durchgeführt wurde.

Laut Studie weisen alle untersuchten Portale (Jobpilot, Stepstone, Monster, Jobline, Jobscout24, Jobversum) hinsichtlich Bedienbarkeit, Relevanz der Suchergebnisse und Abbildungsqualität der Bewerbungsprofile mitunter schwerwiegende Mängel auf, die in der Testsituation oft zum Abbruch des Benutzungsvorgangs durch die Testperson führten. Insgesamt macht es Jobpilot den Usern noch vergleichsweise leicht, ein Stellenangebot mittels Suche zu finden oder ein Bewerbungsprofil zu erstellen. Jobscout24 bietet eine sehr gute Suchfunktion, enttäuscht aber bei der Erstellung eines Bewerbungsprofils.

Wie relevantive herausfand, schneiden Monster, Stepstone und Jobline bei den Usern schlecht ab. Der Grund sind wenig intuitive Benutzerführung und Kategorien in den Formularen, die wie ein unpassendes Korsett wirken. Jobversum schließlich nutzt die Möglichkeiten des Mediums nicht konsequent und erinnert nach Aussage der Studie sehr stark an "Print im Internet".

Mit Hinblick auf diese Ergebnisse resümiert Henriette Kamm, Usability Consultant: "Es kommt nicht darauf an, aus wie vielen Jobs man auswählen kann. Was zählt, ist ‚seinen' Job auch zu finden! Hier wird der User sehr oft alleine gelassen. Diese Verunsicherung und die zum Teil nicht zu gebrauchenden Online-Formulare für die Bewerbungen führen dazu, dass vermutlich ein erheblicher Teil der für die Firmenkunden interessanten Kandidaten sich entweder gar nicht registriert oder nur zum Teil valide Daten hinterlässt." Die Betreiber konzentrierten sich vor allem darauf, Stellensuchende auf das Jobportal zu lotsen, anstatt mittels ausgereifter Benutzbarkeit und relevanten Mehrwerten Stellensuchende und Stellenbietende zusammenzuführen.

Eine Zusammenfassung der Studie liegt unter www.relevantive.de/jobportale.pdf zum Download bereit. (ST)


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