Eine exzellente Logistikleistung löst in zahlreichen Branchen zunehmend Preis und Produktqualität als entscheidende Wettbewerbsfaktoren ab. Verstärkt wird dieser Trend durch zunehmend komplexere Unternehmensstrukturen als Folge von Fusionen und durch die neuen Möglichkeiten von E-Commerce.

Eine exzellente Logistikleistung löst in zahlreichen Branchen zunehmend Preis und Produktqualität als entscheidende Wettbewerbsfaktoren ab. Verstärkt wird dieser Trend durch zunehmend komplexere Unternehmensstrukturen als Folge von Fusionen und durch die neuen Möglichkeiten von E-Commerce. Der schnelle Mausklick erfordert eine ebenso schnelle Logistik. Die Vorteile von konsequentem "Supply Chain Management": Deutliche Kostenreduzierung, eine Verringerung der Bestands- und Durchlaufzeiten bei gleichzeitiger Verbesserung der Lieferfähigkeit.

Dies sind die Ergebnisse der internationalen Unternehmensberatung Arthur D. Little (ADL), Wiesbaden, an der sich 250 führende europäische Unternehmen beteiligten. Wie die Studie zeigt, versuchen mittlerweile viele Unternehmen, diesen Spagat zwischen steigender Komplexität der Geschäftsstruktur und schneller, aber wirtschaftlicher Erfüllung der Kundenwünsche zu lösen - mit überaus unterschiedlichem Erfolg, wie ADL herausfand. Etwa die Hälfte der befragten Unternehmen hat bereits einen Supply-Chain-Manager installiert, der für die Optimierung der Geschäftsprozesse zuständig ist. Doch nicht alle Anstrengungen sind von Erfolg gekrönt.

Die Studie ergab, dass sich die größte Barriere gegen den Aufbau eines erfolgreichen Supply Chain Managements in den Köpfen der Mitarbeiter befindet. Der häufigste Grund für das Scheitern ist der Widerstand gegen eine Veränderung der Organisation, oftmals rein emotional oder durch persönliche Interessen bedingt. Darüber hinaus leiden viele Optimierungsversuche an unzureichender Datenqualität und -verfügbarkeit. Besonders die Zurückhaltung bei der Weitergabe von Informationen an Lieferanten und Abnehmer behindert entscheidend den Erfolg der unternehmensübergreifenden Zusammenarbeit. Häufig kapitulieren die Beteiligten auch vor der Komplexität einer Reorganisation ihrer Supply Chain oder scheitern bereits bei der Definition gemeinsamer Ziele. Dies gilt vor allem für größere Unternehmen, in denen das Management der Supply Chain nicht mehr von einer Person allein bewältigt werden kann. In einigen Unternehmen ist die Notwendigkeit von erfolgreichem Supply Chain Management allerdings auch noch gar nicht erkannt.

Insgesamt kämpfen die Unternehmen laut Studie in der Praxis weniger mit technischen Fragestellungen als mit organisatorischen Problemen.

Vorreiter im Supply Chain Management sind laut ADL-Studie Automobilunternehmen, die sich besonders hohen Logistikanforderungen und dem Zwang zur ständigen Effizienzsteigerung gegenüber sehen. Das Erfolgsgeheimnis der Besten ist laut Studie die konsequente Betrachtung der gesamten Wertschöpfungskette vom Rohmaterial bis zum Endkunden und nicht die Konzentration auf einzelne Unternehmensfunktionen.

Dr. Norbert Klapper, Vice President und verantwortlich für den Bereich Operations Management Practice bei ADL, erklärt, dass auch die Definition klarer Messgrößen entscheidend für die Leistungsfähigkeit der Supply Chain der erfolgreichsten Unternehmen ist: "Sie vereinbaren Zielsetzungen und koppeln Erfolg und Misserfolg an Gehaltsanteile."


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