Unternehmen verlagern ihre Geschäftsprozesse zunehmend ins Internet, virtuelle Projekträume lösen Firmen-Intranets und traditionelle Groupware-Systeme ab. Dies belegt eine neue Studie von IDS-Scheer.

Bereits in den kommenden zwei Jahren wird sich unsere Arbeitswelt grundlegend verändern. Traditionelle Groupware-Systeme und das Intranet als Kommunikationsplattform werden abgelöst durch Web-basierte virtuelle Arbeitsräume ("Virtual Workplaces"). Das geht aus einer von der IDS Scheer AG in Auftrag gegebenen Studie des Institutes für Wirtschaftsinformatik der Universität des Saarlandes hervor.

Das herkömmliche Büro hat laut Studie ausgedient. Projektgruppen werden schon bald übers Internet räumlich unabhängig in globalen Teams miteinander arbeiten. Die Web-basierte Kollaboration hebt die Standortgebundenheit der Mitarbeiter auf und lässt zukunftsweisende neue Geschäftsprozesse entstehen.

Die virtuellen Arbeitsräume ermöglichen allen Mitgliedern eines Projektteams unabhängig von ihrem aktuellen Aufenthaltsort und ihrem Endgerät jederzeit den Zugriff auf alle zu einem Projekt gehörende Daten (Dokumente, Links, Adressen, Termine, Jobs). Darüberhinaus werden Dienste wie Videokonferenzen, Chats, E-Mail oder Diskussionsforen in diesen Arbeitsräumen integriert und erweitert um Möglichkeiten des Geschäftsdatenaustausches. Diese "Cyber-Büros" werden nicht unbedingt von den Unternehmen selbst aufgebaut. In der Regel vermieten externe Dienstleister (Application Service Provider) den Arbeitsplatz auf Zeit. Die Unternehmen sparen so hohe Kosten für den Aufbau einer neuen IT-Struktur und haben die Möglichkeit, über Unternehmensgrenzen hinweg alle Beteiligten innerhalb einer Wertschöpfungskette mit einzubeziehen. Im virtuellen Büro können so ohne große Kosten und Anlaufzeit die Kernkompetenzen aller am Projekt Beteiligten zusammenfließen.

Die Studie hat 18 Betreiber Web-basierter Virtual Workplaces und vier Anbieter von Virtual-Workplace-Software analysiert und daraus einen Kriterienkatalog für den erfolgreichen Aufbau von virtuellen Arbeitsplätzen entwickelt. Schon jetzt deutet sich hier ein Konzentrationsprozess an. Viele Anbieter mussten schon nach wenigen Monaten ihren Betrieb wieder einstellen. Nur die Modelle werden am Markt eine Chance haben, die eine klare Preispolitik betreiben, intuitiv einfach zu bedienen sind und möglichst viele sinnvolle Funktionen bereithalten. Zudem ist die Lösung der Sicherheitsfrage vor unbefugten Zugriff von Dritten von elementarer Bedeutung. Denn Unternehmen werden keine hochsensiblen Interna über unzureichend geschützte Virtual Workplaces preisgeben. Ebenso wichtig ist die permanente Speicherung der Daten, so dass sie auch nach einem möglichen Stromausfall noch vorhanden sind. Interessant sind insbesondere die Workplaces, die es erlauben, die Projekt-spezifisch benötigten Anwendungssysteme (z.B. Projektmanagement, Prozessmodellierung und -analyse) per Plug&Play zu integrieren.

Die vollständige Studie kann zum Preis von 550 DM (zzgl. MwSt.) von der IDS Scheer AG bezogen werden. (ST)


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