Das Unternehmen intelliAD stellt regelmäßig seinen Branchenindex zum E-Commerce zusammen. Auch im dritten Quartal des Jahres gibt es einige überraschende Zahlen, die wir für Sie zusammengestellt haben.

"Es wird noch mehr mobil gekauft" - Mit diesem Satz lässt sich die Gesamtschau am treffendsten zusammenfassen. Es sind drei Branchen, die vom Traffic per Smartphone profitieren.

Spitzenreiter ist Sportbekleidung. Hier kommen bereits 54 Prozent der Kunden per Smartphone oder Tablet zum Händler. Gleich auf liegen Kosmetik- und die Möbelbranche, die jeweils auf 48 Prozent mobiler Kunden kommen.

Auch beim durchschnittlichen Warenkorbwert liegen Möbel- und Dekorationsartikel auf einem Spitzenplatz. Für 286 Euro kaufen die Kunden online ein. Naturgemäß liegen Reisen beim Warenkorbwert unangefochten vorne. Der Anteil des mobilen Traffics ist in allen untersuchten Branchen gewachsen, und liegt zwischen 19 Prozent bei Mode und 162 Prozent bei den Möbeln.



Die Möbelkunden entscheiden sich im Vergleich zu den anderen Branchen auch verhältnismäßig schnell für ihre Produkte. Im Durchschnitt dauert es 71 Stunden bis zur Kaufentscheidung. Verglichen mit dem Quartal des Vorjahres ist dieser Wert aber deutlich angewachsen, was nicht zuletzt an dem wachsenden Angebot durch den Handel liegen dürfte.
Die Zahlen des Branchenindex sind eindeutig. Die Kunden kaufen mehr mobil
© Screenshot vom Autor
Die Zahlen des Branchenindex sind eindeutig. Die Kunden kaufen mehr mobil

Mobile Konversion verbessert sich

Die Konversionrate bleibt in den meisten Branchen konstant, hat sich teilweise auch stark verbessert. Da die Raten bisher deutlich zugunsten des Desktops sprachen, lassen die gleichbleibenden Werte bei wachsendem mobilen Traffic nur den Schluss zu, dass die meisten Händler ihre Hausaufgaben erledigt haben und auch für mobile Geräte eine ansprechende Warenpräsentation gefunden haben.

Kosten pro Klick verringern sich

Erfreulich für die Händler ist sicherlich die Tatsache, dass in den meisten Branchen die Kosten pro Klick (CPC) im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen sind. Besonders Online-Apotheken konnten von diesem Trend profitieren. Anbieter von Produkten aus dem Digitaldruck müssen dagegen deutlich tiefer in die Tasche greifen. Die ohnehin hohen Kosten sind noch einmal deutlich gestiegen und liegen mit 1,11 EUR auf dem absoluten Spitzenplatz. Auch bei Herrenmode sind die Preise angezogen, auch wenn die Preise hier noch lange nicht auf dem gleichen Niveau liegen.

Der vollständige Index kann hier heruntergeladen werden.


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