Laut Handelsverband klagen viele Händler in der Stuttgarter City über Umsatzrückgänge durch die Proteste gegen das Projekt "Stuttgart 21". Eine Großdemo am Samstag könnte die Lage verschlimmern.

Angesichts der geplanten Großdemonstrationen am kommenden Samstag sehen der Einzelhandelsverband Baden-Württemberg und die City-Initiative Stuttgart erneut massive Störungen auf den Handel zukommen. Dadurch werden erhebliche Umsatzverluste der Einzelhändler befürchtet.

Für 15 Uhr planen die Gegner des Umbaus des Stuttgarter Hauptbahnhofs eine Volksversammlung in der Innenstadt, was wieder "zu enormen Beeinträchtigungen für Kunden und Mitarbeiter" führen wird, so die Organisationen.

"Wir verspielen hier unseren Ruf als attraktiver Einkaufsstandort", warnt Stuttgarts City-Manager Hans H. Pfeifer. "Die ständigen Aktionen schaden nicht nur der Branche, sondern auch nachhaltig dem Image der Einkaufsstadt Stuttgart."

"So kann das nicht weiter gehen"

Laut Einzelhandelsverband melden viele Händler in der Stuttgarter City deutliche Umsatzrückgänge durch die Demonstrationen und berichten von Kunden, die wegen der Proteste und des Verkehrschaos nicht mehr in die Innenstadt kommen wollen.

"Gerade an unserem stärksten  Einkaufstag, dem Samstag, sind Demonstrationen ein regelrechtes Abwehrschild für Einkaufswillige", sagte Sabine Hagmann, Hauptgeschäftsführerin des baden-württembergischen Einzelhandelsverbandes.

"So kann das nicht weiter gehen: Der Einzelhandel und seine Kunden dürfen nicht immer wieder zwischen die Fronten geraten." Die Hauptgeschäftsführerin fordert nun Politik und Verwaltung auf, "endlich in einen zielführenden Dialog mit den Projektgegnern zu treten".