Der durchschnittliche Supermarktkunde ist loyal, kauft gerne vor 20 Uhr ein und bringt seine Einkaufstasche mit. Das ist zumindest das Ergebnis einer aktuellen Umfrage.

Die meisten Konsumenten haben beim Lebensmittelkauf feste Angewohnheiten. In jedem zweiten deutschen Haushalt ist beispielsweise nur eine Person für den Lebensmitteleinkauf verantwortlich. Bei gut einem Drittel teilen sich zwei Personen diese Aufgabe, hat das Marktforschungsunternehmen Dialego in einer repräsentativen Umfrage herausgefunden.

Demnach gehen bei vier von zehn deutschen Haushalten die Verbraucher nur einmal pro Woche "richtig" einkaufen, genau so viele kaufen aber auch zwei oder dreimal pro Woche ein. Zehn Prozent der Befragten haben indes überhaupt kein regelmäßiges Einkaufsmuster, sondern kaufen nach Lust und Laune ein.

Supermarkt maximal fünf Kilometer weit weg

Die Einkaufs-Infrastruktur ist demnach in Deutschland gut entwickelt: 86 Prozent der befragten Verbraucher legen maximal fünf Kilometer bis zu ihrer Einkaufstätte zurück; 45 Prozent und somit fast die Hälfte hat noch kürzere Wege. "Nicht zuletzt ist dies auch eine Folge der Renaissance der Tante Emma-Läden wie Kioske, die mittlerweile gute Möglichkeiten für den kleinen Einkauf bieten", sind die Marktforscher überzeugt.

Obwohl einige Supermärkte bereits bis in die Nacht hinein geöffnet sind, kaufen mit 15 Prozent nur wenige Verbraucher zwischen 20:00 und 22:00 Uhr ein. Wenn, dann sind es meist Männer: Mit 19 Prozent ist der Anteil der Späteinkäufer fast doppelt so hoch wie bei Frauen mit 11 Prozent. Nach 22:00 Uhr bleiben die allermeisten Konsumenten lieber zu Hause: Gerade einmal zwei Prozent gaben an, zu so später Stunde noch in den Supermarkt zu gehen.

Sechs von zehn Konsumenten bringen Tasche mit

Plastiktüten bleiben unterdessen zumindest beim Lebensmitteleinkauf meist an der Kasse liegen. Nur fünf Prozent der Befragten gaben an, für den Transport nach Hause vorwiegend neue Papier- und Plastiktüten zu nutzen. Acht Prozent nehmen Tüten, die sie mehrfach verwenden. Alle anderen nutzen "nachhaltige" Behältnisse: Sechs von zehn Konsumenten gaben an, Einkaufstasche, Korb oder Rucksack mit in den Supermarkt zu bringen. 16 Prozent nutzen Kunststoffboxen, fünf Prozent leere Kartons und vier Prozent einen Einkaufs-Trolley.

Knapp Dreiviertel der befragten Konsumenten bezahlen Einkäufe, die teuerer als 20 Euro sind, mit der EC-Karte. 22 Prozent nutzen bei größeren Einkäufen die Kreditkarte – die vor allem in den Discountern jedoch oft nicht akzeptiert wird. Bei Einkäufen unter 20 Euro zahlen neun von zehn Befragte bar. Die Geldkarte führt demnach immer noch ein Schattendasein: 92 Prozent der Befragten nutzen sie überhaupt nicht.

Die meisten Verbraucher sind beim Lebensmitteleinkauf loyale Kunden. Zwei Drittel suchen am liebsten immer wieder dieselben Einkaufsstätten auf. Ein knappes Drittel wechselt hin und wieder und nur zwei Prozent wechseln häufig die Einkaufsstätte.