Supply Chain Management ist nicht nur für Großunternehmen, sondern auch für kleine und mittelständische Firmen sinnvoll. Diese These stand im Mittelpunkt der erst kürzlich veranstalteten "Wassermann Vision Days 2001" in München. (Im Bild: Otto Wassermann, Vorstandsvorsitzender)

Supply Chain Management ist nicht nur für Großunternehmen, sondern auch für kleine und mittelständische Firmen sinnvoll. Diese These stand im Mittelpunkt der erst kürzlich veranstalteten "Wassermann Vision Days 2001" in München.(Im Bild: Otto Wassermann, Vorstandsvorsitzender)

Einmal jährlich lädt die Wassermann AG, München, ihre Kunden, Interessenten und Experten zu einem zweitägigen Erfahrungsaustausch zum Thema "Supply Chain Management" nach München ein. Vorträge, Diskussionen und Workshops lockten Teilnehmer aus Wirtschaft und Wissenschaft.

Ging es in der Vergangenheit vornehmlich um die Produkte, so stehen heute in den Unternehmen die Organistation und die Dienste rund um die Produkte im Vordergrund. Zur Zeit entwickelt sich die Informationslogistik gegenüber der Materiallogistik auf revolutionäre Weise. Hieran muss gearbeitet werden.

Erfolgreiches Supply Chain Management bedingt die Prozessoptimierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette, also ein unternehmensübergreifendes Handeln. Hierbei stellt sich die Frage, wer die Führerschaft der Wertschöpfungskette übernimmt und wie die Gewinne zwischen den Netzwerkpartnern verteilt sind? David Humphrey von Advisiory Group, prognostizierte einen Boom auf dem Sektor Supply Chain Management für den Mittelstand. Gründe dafür seien das Entstehen von immer mehr Produkten, die härter werdende Konkurrenzsituation und die damit verbundenen Niedrigpreise. Auch würden Lieferanten und Sublieferanten immer stärker von ihren Großkunden zum Supply Chain Management gezwungen. Somit müsse sich der Mittelstand zwangsläufig immer stärker mit diesem Thema auseinandersetzen.

Supply Chain Management ist gekennzeichnet durch ein neues Denken in den Unternehmen. Aber wie sieht die derzeitige Praxis aus? Prof. Dieter Arnold von der Universität Karlsruhe (TH) beantwortete diese Frage so: "Im Augenblick ist Supply Chain Management (SCM) immer noch eine Vision. Auch die Großunternehmen, die SCM professioneller betreiben, optimieren bislang nur Teilbereiche entlang ihrer Supply Chain." Dabei seien die technologischen Voraussetzungen nicht mehr das Problem. David Humphrey räumte in diesem Zusammenhang ein, dass den europäischen Unternehmen vielfach die Offenheit für SCM fehle. Dabei würden gerade die KMUs von gut funktionierenden Netzwerken profitieren. Supply Chain Management funktioniere nur dann, wenn sich die Netzwerkpartner gegenseitig vertrauen, ihre Daten offenlegen und partnerschaftlich agieren. Dadurch würden beispielsweise viele Prozesse, die heute innerhalb einer Wertschöpfungskette doppelt und dreifach durchgeführt werden, wie beispielsweise die Qualitätskontrolle, auf ein sinnvolles Minimum reduziert; dies, zum Vorteil aller Beteiligten einer Supply Chain. Der Treiber für SCM sei jedoch der Wettbewerb. (AH)


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