Aufgrund des konjunkturellen Einbruchs orientieren sich Systemhäuser zunehmend in Richtung Service, der reine Handel von Hard- und Software verliert an Bedeutung. Dieser Trend zeichnet sich in einer Markterhebung über die Top-25-Systemhäuser in Deutschland ab.

Auch in diesem Jahr hat die GE Compunet AG in München mit einem Umsatz von 2,3 Mrd DM im Ranking der umsatzstärksten Top-25-Systemhäuser die Nase vorn. Das ist das Ergebnis einer Markterhebung, welche die IT-Fachhandelszeitschrift "ComputerPartner" in Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen Lünendonk vorlegt. Demnach betrug der Gesamtumsatz der 25 größten Systemhäuser in Deutschland im Geschäftsjahr 2000 rund 11,6 Mrd. DM gegenüber 9,4 Mrd. DM 1999.

Als wichtigste Faktoren, die derzeit das Geschäft beeinträchtigen, beurteilten die Befragten den Preisverfall, die Personalkosten, das aktuelle konjunkturelle Klima und den Wettbewerb durch andere Systemhäuser. Als "Hemmschuh" erweise sich auch der gegenwärtige Mangel an Fachkräften und die geringe Qualität der Bewerber.

Im Jahresdurchschnitt 2000 beschäftigten die 25 größten deutschen Systemhäuser rund 21.500 Mitarbeiter - ein Plus von knapp 20% gegenüber dem Vorjahr. Bezogen auf den Tätigkeitsschwerpunkt hat der Großteil der Mitarbeiter (38%) einen technisch orientierten Auftrag. Die Zahl der Berater liegt bei fast 21%, vor jeweils gut 19% IT-Dienstleistern in Vertriebs- und Management-Abteilungen.

Zwei Trends lassen sich laut Markterhebung gegenwärtig ausmachen: So orientieren sich die Systemhäuser zunehmend in Richtung Service, der reine Handel von Hard- und Software verliert an Bedeutung. Nur in der Abkopplung von den Produktzyklen der Hersteller können die Unternehmen den derzeitigen konjunkturellen Einbruch kompensieren und technisches Know-how sowie Kundenorientierung bei der Optimierung von IT-Infrastrukturen als Trümpfe ausspielen. Als zweiter Trend gilt das Streben nach Größe aus: 84% der Befragten glauben, dass künftig nur große, überregional operierende Systemhäuser mit komplettem Angebotsspektrum eine Überlebenschance haben und sich daneben nur einige kleine Spezialisten in Marktnischen etablieren können. (ST)


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