Das Bundeskartellamt hat die Beteiligung der T-Online International AG in Höhe von 37% an der Bild.de AG freigegeben, nachdem die beteiligten Unternehmen eine Reihe von Voraussetzungen für die Freigabe rechtsverbindlich klargestellt haben.

Das Bundeskartellamt hat die Beteiligung der T-Online International AG in Höhe von 37% an der Bild.de AG freigegeben, nachdem die beteiligten Unternehmen eine Reihe von Voraussetzungen für die Freigabe rechtsverbindlich klargestellt haben.

Kartellamtspräsident Ulf Böge erklärte, es sei nunmehr sichergestellt, dass das Gemeinschaftsunternehmen von T-Online und Bild.de - anders als ursprünglich vorgesehen - selbst keinen Internet-Zugang vermarktet. So käme es zu keiner Verstärkung der marktbeherrschenden Stellung von T-Online. Ebenfalls geklärt sei nun, dass Internetnutzer auch über andere Zugangsanbieter als T-Online auf das Bild.de-Portal gelangen und über diesen Weg kostenpflichtige Inhalte ansehen beziehungsweise herunterladen können. Es gäbe also keine exklusive Verbindung mehr für das Inhalte-Angebot von Bild.de/T-Online und dessen Nutzung. Böge betont außerdem, dass eine Abrechnung kostenpflichtiger Inhalte ausschließlich über T-Online nicht zulässig ist. Das Gemeinschaftsunternehmen werde den Nutzern deshalb mindestens ein weiteres Abrechnungssystem anderer Anbieter zur Auswahl stellen. "Unsere wettbewerblichen Bedenken gegen die befürchtete Ausschließlichkeit und die Verstärkung der marktbeherrschenden Stellung von T-Online sind damit ausgeräumt", fasst Böge zusammen.

Das Bundeskartellamt hatte den Unternehmen am 25. Februar 2002 mitgeteilt, dass das Vorhaben in der ursprünglich vorgelegten Form zur Verstärkung der marktbeherrschenden Stellung von T-Online als Internet-Zugangs-Anbieter führen würde. (CYbiz berichtete am 1. März 2002) (ST)