„Wir sind wahrscheinlich die letzte Generation, die noch im Laden einkauft“. Das sagt kein altgedienter Handelsexperte, sondern eine Freundin meiner Mutter (70+). Doch selbst auf die solventen Rentner kann sich der stationäre Handel nicht mehr verlassen.


Studien zeigen: Die „Generation Rollator“ entdeckt zunehmend die Bequemlichkeit – und Vertrauenswürdigkeit – des E-Commerce. Die Prognose der ergrauten Handelsexpertin des Alltags sollte man also nicht auf die „Generation Zalando“ einengen.

Denn es wird für alle Kunden immer bequemer und billiger gerade auch Artikel des täglichen Bedarfs, also „Low-Involvement“-Produkte, im Netz zu ordern.

Deo und Windeln im Abo von Amazon? Ganz leicht und bezahlbar, wenn man kein Schnäppchenjäger ist.

Das „Tata, teita durch die Stadt“ (Bläck Fööss) der ganzen Familie gerät indes zunehmend zur Freizeitaktivität. Die Shoppingcenter richten sich darauf mit Clownerie und Currywurst ein: Mehr Kirmes- oder im Powerpoint-Deutsch Entertainment - lautet salopp das Motto. Indoor-Skydiving-Zonen, Surf-Becken, mindestens Würstchenbuden und Karussell. Und in den Läden dann jede Menge digitales Bling Bling. 

Die Freundin meiner Mutter (70+) sagt dann im Jugendwahn: "I`m to old for that shit".

Ihr Rat, klar sie ist nicht mehr so im Trend, ist dagegen total altbacken: "Nette - gerne auch gut aussehende - Verkäufer, die zur Abwechslung mal Ahnung von der Ware haben". Wenns sein muss, dürften die dann auch mal im Tablet nachschauen.  Aber nur zur Not, denn "im Internet nachgucken, das kann ich auch alleine."