Meine Oma sagte immer: Wenn man den Kopf in den Sand steckt, schaut immer noch der Hintern heraus. Wie komme ich jetzt darauf? Ach ja. Meinereiner geht ja meist abends im Bett auf Einkaufstour, oft auch morgens bei der Schale Körner von Mymuesli. Ganz, ganz selten auch – aber das wollen Sie gar nicht so genau wissen.

Fest steht: Der Onlinekunde shoppt immer öfter per mobilem Endgerät. Tendenz Richtung alle (als minus ihrer und meiner Oma). Bei Zalando klopft sogar schon jeder zweite Besucher mobil an.

Fakt ist: Die konsumfreudige und interaktive Zielgruppe ist mit Smartphone und Tablet längst derart verwachsen, dass Desktop-Shopping als digitaler Seniorenausflug ins Shoppingcenter erscheint. Und selbst ältere Semester gehen gerne mal mobil bummeln, weil das Tablet in Griffweite ist, während sie sich gelangweilt beim "Tatort" auf der Couch rumlümmeln.

Manch einer mag einwenden: Meine Kunden shoppen nicht mobil. Das kann aber auch am miesen und unauffindbaren Auftritt liegen. Schlechte mobile Website, schlechtes Ranking bei Google – so simpel ist die Gleichung. Anders gesagt: Eine mobile Website, die nicht mal einfache Wurstfinger-Tests besteht, ist so sinnvoll, als würde man seinen Laden in der Fußgängerzone mit dem Hintern zur Laufkundschaft bauen. Dabei kann man dann bequem den Kopf in den Sand stecken.

Da kann er dann auch bleiben, wenn Sie weiter nichts von Responsive Design hören wollen. Webshops, die solcherlei Bequemlichkeit nicht bieten, wird alsbald jeder Kunde geistig das Klo runterspülen. Ihnen fallen aber bestimmt noch andere Bilder zu diesen stillen digitalen Örtchen ein.