Konsumenten mögen Werbung auf Tablet-Computern mehr als Spots oder Anzeigen auf Smartphones, zeigt eine Studie. Überhaupt ändert sich das Verhalten der Verbraucher durch die handlichen PCs. 

Verbraucher finden Werbung auf Tablet-Computern attraktiver als Werbung auf Smartphones – und sie bleibt ihnen länger im Gedächtnis. Das ist ein Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Nielsen.

Demnach findet ein gutes Drittel der befragten Konsumenten Werbung auf ihrem Tablet-PC "annehmbar" – beim Smartphone sagte das nur ein Viertel. Darüber hinaus bleibt ihnen die Werbung auf dem Tablet besser im Gedächtnis: 38 Prozent erinnern sich daran, etwa einmal am Tag oder öfters Werbung auf ihrem Tablet gesehen zu haben, während sich nur 26 Prozent an Werbung auf ihrem Smartphone erinnern.

Lücke schließt sich

"In Deutschland kommt derzeit ein Tablet auf fünf Smartphones, aber die Lücke schließt sich", erläutert René Bellack, der bei Nielsen für die Studie "Telecoms Practice" verantwortlich ist. "Unser Report zeigt, dass sich das Tablet zunehmender Beliebtheit erfreut und dass diese Geräte das Verbraucherverhalten verändern als auch bedeutendes Potenzial für die Werber darstellen."
 
So griffen 19 Prozent der befragten Nutzer nach ihrem Tablet, aber nur 15 Prozent zu ihrem Smartphone, wenn sie weitere Informationen über ein Produkt einholen, für das sie Werbung im Fernsehen gesehen haben.

Zwei Bildschirme gleichzeitig

"Tablets treiben das sogenannte Dual Screening – das heißt die parallele Nutzung zweier Bildschirmgeräte – weiter voran", ist Bellack überzeugt. Das sei sowohl gut als auch schlecht für die Werbetreibenden: "Einerseits sind die Verbraucher während der TV-Werbepausen stärker abgelenkt: 47 Prozent nutzen mehrmals in der Woche ihren Tablet-Computer, während sie fernsehen. Andererseits können intelligente, integrierte Kampagnen mit TV, App und Suchelementen in bisher ungeahnter Form eine starke, bleibende Markenbotschaft senden."