Internet-Nutzer haben ein breites Themeninteresse. Es zeigt sich, dass sie stärker informationsorientierte Print-Medien wie Tageszeitungen und Zeitschriften nutzen als diejenigen Personen, die nicht online sind.

Internet-Nutzer haben ein breites Themeninteresse. Es zeigt sich, dass sie stärker informationsorientierte Print-Medien wie Tageszeitungen und Zeitschriften nutzen als diejenigen Personen, die nicht online sind.

Das war eine der Hauptaussagen, die Dr. Rüdiger Schulz vom Institut für Demoskopie in Allensbach am 18. April 2002 mehr als 150 Unternehmen vorstellte. Anlass war der erste Medienabend des Studiengangs Medien und Informationswesen der Fachhochschule Offenburg.

Schulz zog zum Thema Wandel der Mediennutzung durch das Aufkommen des Internets eine Zwischenbilanz und kam zu dem Ergebnis, dass es zunehmend schwieriger werde, Nutzer, Leser und Zuschauer für eine konzentrierte Wahrnehmung zu gewinnen. Das "Channel-Hopping" wird demnach zunehmend zum Volkssport Nr.1. Lediglich den Tageszeitungen wurde bei Konzentration auf die Stärken des eigenen Mediums gute Zukunftschancen eingeräumt.

Obwohl mittlerweile fast jeder zweite Deutsche online ist, gebe es zunehmende Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Online-Geschäftsmodellen, das jedenfalls Dr. Wolfgang Neuber, Geschäftsbereichsleiter Online der Informationsgesellschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) in Bonn. So sei z.B. Radio über das Internet auf Grund der gegenwärtigen Kostenstrukturen für Datenübertragung nicht rentabel zu organisieren. Bei der Internet-Werbung sei ein weiterer Zuwachs schwer zu realisieren. Eine Ausweitung des Werbegeschäfts könnte nur als Verdrängungswettbewerb zu bestehenden Medien und Werbeformen umgesetzt werden. (AP)


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