Auch bei der Bezahlung von Beschäftigten im Einzelhandel ist Berlin künftig keine geteilte Stadt mehr. Freilich dauert es noch etwas, bis Urlaubs- und Weihnachtsgeld in Ost und West vollständig gleich sind.

Im Berliner Einzelhandel gibt es eine Tarifeinigung. Demnach bekommen rund 50.000 Beschäftigte im Osten der bis 1989 geteilten Stadt ab dem Jahr 2018 das gleiche Weihnachts- und Urlaubsgeld wie ihre 75.000 Kollegen im Westen. Darauf verständigten sich am Dienstag der Handelsverband Berlin-Brandenburg und die Gewerkschaft Verdi, wie beide Seiten mitteilten.

Die Gewerkschaft hatte die Ost-West-Angleichung seit zwölf Jahren gefordert. Das Weihnachtsgeld im Osten der Stadt beträgt bislang 52,5 Prozent eines Monatslohns und wird nach der Tarifeinigung bis 2018 in vier Stufen auf das Westniveau von 62,5 Prozent angehoben. Das Urlaubsgeld beträgt im früheren Ostteil Berlins bislang 45 Prozent einer Monatszahlung und steigt in drei Etappen auf 50 Prozent.

Alle 125.000 Verkäufer erhalten außerdem schrittweise höhere Monatseinkommen. Löhne und Gehälter werden zum 1. Oktober 2015 um 2,5 Prozent angehoben und zum 1. Juli 2016 nochmals um 2 Prozent. Die Erhöhungsstufen entsprechen den Abschlüssen, die zuvor in anderen Tarifbezirken erzielt wurden.