Trotz Umsatzeinbußen konnte Tchibo den Gewinn im ersten Halbjahr leicht steigern - das straffe Kostenmanagement zeigt Wirkung. Die Konzernschwester Beiersdorf verlor an Umsatz und Gewinn.

Der Kaffee- und Handelskonzern Tchibo hat nach tiefgreifenden Umstrukturierungen trotz Umsatzverlusten den Gewinn im ersten Halbjahr 2009 wieder steigern können. Vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich der Ertrag im ersten Halbjahr gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres von 7 auf 48 Millionen Euro.

Währungseffekte und Rückzug aus Großbritannien

Das geht aus einem am Freitag in Hamburg verbreiteten Zwischenbericht der Tchibo-Holding Maxingvest AG hervor. Allerdings sank der Umsatz von Tchibo um zwei Prozent auf 1.438 Millionen Euro (Vorjahr: 1.473 Millionen Euro).

Dies resultierte maßgeblich aus Währungseffekten in Osteuropa, geplanter Reduktion der Vertriebsoberfläche und dem Rückzug aus dem Handelsgeschäft in Großbritannien, so die Maxingvest.

Den Ergebnisanstieg lasse sich "vor allem auf ein straffes Kostenmanagement und die Verbesserung der Vertriebsstruktur zurückführen", so die Erklärung. Das Handelunternehmen hat sein Filialnetz auch in Deutschland im vergangenen Jahr deutlich reduziert.

Beiersdorf verliert bei Umsatz und Gewinn

Beim zweiten Teilkonzern der Maxingvest AG, dem Nivea- und Tesa-Produzenten Beiersdorf, ging der Umsatz zu aktuellen Wechselkursen im ersten Halbjahr 2009 von 3.091 Millionen Euro auf 2.941 Millionen Euro um fünf Prozent zurück. Das EBIT des Teilkonzerns Beiersdorf belief sich auf 291 Millionen Euro (Vorjahr ohne Sondereffekte: 392 Millionen Euro).

Vor dem Hintergrund einer anhaltend schwachen wirtschaftlichen Gesamtentwicklung erwartet der Maxingvest-Konzern für das Gesamtjahr 2009 weiterhin einen leichten Umsatz- und Ergebnisrückgang gegenüber dem Vorjahr.