Tchibo verkauft in seinen Bars künftig nur noch umweltverträglichen Kaffee - und folgt damit einer anderen großen Kaffeehauskette.

Tchibo bietet in seinen gut 500 Kaffee-Bars in Deutschland ab sofort nur noch Kaffee aus umweltverträglicher Produktion an. Das sagte Achim Lohrie, zuständig für die Nachhaltigkeit im Tchibo-Sortiment, der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Tchibo schenkt in seinen Bars täglich rund 55.000 Tassen Kaffee aus. Alle in den Bars verwendeten Kaffee-Sorten tragen eines oder zwei der anerkannten Prüfsiegel, entweder "Rainforest Alliance", "Bio" oder "Fairtrade".

Öko-Kaffee: Marktanteil soll steigen

Die Bedingungen dieser Siegel unterscheiden sich leicht voneinander; ihnen ist aber gemeinsam, dass sie auf sozial- und umweltverträglichen Kaffeeanbau achten und nur nach strenger Prüfung vergeben werden. Derzeit stammen rund neun Prozent der von Tchibo verkauften Kaffeemengen aus umweltverträglicher Produktion.

Bis 2012 sollen es 15 Prozent, bis 2015 rund 25 Prozent sein. Der umwelt- und sozialverträglich erzeugte Kaffee ist etwas teurer als die konventionell produzierten Produkte, im Durchschnitt etwa 20 Cent je Pfund. Bislang macht Öko-Kaffee rund fünf Prozent des gesamten deutschen Kaffeemarktes aus. Mit einem Anteil von 53 Prozent ist Tchibo laut dpa der führende Anbieter in diesem Marktsegment.

Erst vor einigen Monaten hatte die amerikanische Kette Starbucks angekündigt, in seinen Läden nur noch Kaffee aus fairem Handel anzubieten.