Das erste Halbjahr 2010 lief für den Multichannel-Händler Tchibo gut. Das Strategieprogramm wirkt, sind die Manager von der Mutterholding Maxingvest überzeugt.

Tchibo konnte im ersten Halbjahr den Umsatz um sechs Prozent auf 1,527 Milliarden Euro steigern. Vor allem die Gebrauchsartikel machten den Händlern Freude, meldet die Maxingvest-Holding der Unternehmerfamilie Herz.

Gleichzeitig konnte der Multi-Channel-Händler, der als Kafferöster angefangen hat, das operative Ergebnis (EBIT) von 48 auf 147 Millionen Euro verdreifachen. Das entspreche einer Umsatzrendite von 9,6 Prozent.

"Strategieprogramm wirksam"

"Nachdem Tchibo schon im vergangenen Jahr auf vergleichbarer Fläche wachsen konnte, ist das weitere Wachstum ein Beweis für die Wirksamkeit unseres Strategieprogramms", so Thomas Holzgreve, Vorstand der Maxingvest. Tchibo wachse sowohl mit Kaffee als auch mit Non Food in allen Regionen.

Tchibo war mit seinem Konzept der wöchentlich wechselnder Gebrauchsartikel ("Jede Woche eine neue Welt") nach vielen erfolgreichen Jahren zuletzt ins Trudeln geraten und beklagte in den vergangenen Jahren rückläufige Umsätze und Gewinne.

Deshalb reduzierten die Hamburger Kaufleute die Zahl ihrer Filialen von gut 1.000 auf rund 850, passten Präsentation und Sortiment an und reduzierte die Kosten.

Maxingvest verbessert Betriebsergebnis

Tchibo gehört zu 100 Prozent der Familie Herz, die das Unternehmen gemeinsam mit ihrer Beteiligung Beiersdorf unter dem Dach der Holding Maxingvest  führt.

Maxingvest konnte im ersten Halbjahr 2010 seinem Umsatz um sieben Prozent auf knapp 4,7 Milliarden Euro steigern. Im Teilkonzern Tchibo fielen demnach 33 Prozent der Umsatzerlöse an, der Teilkonzern Beiersdorf steuerte 67 Prozent bei.

Auch das Betriebsergebnis (EBIT) der Hamburger Unternehmer verbesserte sich demnach im ersten Halbjahr 2010 von 326 Millionen auf 586 Millionen Euro; das Eigenkapital sei um fünf Prozent auf 7,67 Milliarden Euro gestiegen. Die Eigenkapitalquote betrage somit weiterhin 61 Prozent.