Wichtigster Erfolgsfaktor bei E-Business-Projekten ist die interdisziplinäre Kommunikation und Projektorganisation der Entscheider-Teams. Dies ergab eine Umfrage-Studie der PopNet-Gruppe, die im April eine umfassende Befragung der im E-Business tätigen Top 100-Unternehmen durchführte.

Wichtigster Erfolgsfaktor bei E-Business-Projekten ist die interdisziplinäre Kommunikation und Projektorganisation der Entscheider-Teams. Dies ergab eine Umfrage-Studie der PopNet-Gruppe, die im April eine umfassende Befragung der im E-Business tätigen Top 100-Unternehmen durchführte. In einem repräsentativen Branchendurchschnitt hat das beauftragte Frankfurter Marktforschungsinstitut Link+Partner dazu Geschäftsführer, Marketing- und IT-Entscheider u.a. aus den Bereichen Finanzdienstleistung (17%), Chemie/Pharma/Energieversorgung (14%), Handel/Telekommunikation/Medien (14%) interviewt.

Das Ergebnis der PopNet-Studie zeigt deutlich, dass in allen befragten Unternehmen innerhalb der nächsten 12 Monate verstärkt neue und/oder weiterführende E-Business-Projekte geplant sind. Gestärkt durch vorhandenes E-Business-Erfahrungspotenzial fallen dabei die geplanten Investitionen für den B2B-Bereich besonders hoch aus.

Die zunehmende Projektgröße und Relevanz führt dazu, dass in allen Umsetzungsphasen von E-Business-Projekten mehrere Entscheidungsträger beteiligt sind. Der Erfolg von E-Business-Vorhaben hängt laut PopNet von der Qualität der interdisziplinären Kommunikation und Projektorganisation ab. Rund zwei Drittel der Entscheidungsträger in den Unternehmen fordern neue Formen Ressort-übergreifender Zusammenarbeit, Kundenorientierung und Kostenverantwortung sowie ein vernetztes Zeitmanagement.

Die Umfrage zeigt, dass der klassische, hierarchische Entscheidungsweg von einer fachgebundenen Teamarbeit abgelöst wurde. Damit erbringt die aktuelle Studie der PopNet-Gruppe den Beleg, dass eine enge abteilungsübergreifende Zusammenarbeit der Marketing- und IT-Verantwortlichen in einem Unternehmen erforderlich ist. Die erfolgreiche Umsetzung von E-Business-Projekten stellt damit eine zusätzliche Herausforderung an die Aufbau- und Ablauforganisation von Unternehmen, die ihre vorhandenen Entscheiderstrukturen kritisch überdenken und gegebenenfalls sinnvoll neuorganisieren sollten. So ergab die Befragung der PopNet-Gruppe, dass in allen Phasen von digitalen Zukunftsprojekten Ressort-übergreifende Entscheider-Gremien involviert sind. Allein die Strategiephase wird zu 32% durch Geschäftsführung, 24% durch Marketing-Entscheider, 24% durch IT-Entscheider und 20% durch sonstige Instanzen im Unternehmen beeinflusst. In der E-Business-Projektleitung verschiebt sich das Entscheider-Anteilsverhältnis in Richtung IT-Instanzen. Hier wurde nur noch eine Leitungsfunktion von 13% durch die Geschäftsführung angeben, 25% durch Marketing-Entscheider, 32% durch IT-Entscheider und 30% durch Mitarbeiter aus sonstigen Bereichen.

Sprachbarrieren und unterschiedliche Ziele können daher leicht zu Konflikten und Hindernissen bei der Umsetzung von E-Business-Strategien führen. Die Gründe dafür finden sich in bestehenden Unstimmigkeiten zwischen den unterschiedlichen Bereichen, die zumeist auf der nicht übereinstimmenden Anwendung von Fachbegriffen und den unterschiedlichen Vorstellungen in der Kundenkommunikation beruhen. Die Befragten gaben offen zu, dass bei E-Business-Projekten in erster Linie Sprachbarrieren zwischen Marketing- und IT-Entscheidern zu Konflikten und Hindernissen bei der Umsetzung von digitalen Strategien führen. So wünschen sich immerhin 30% der Marketing-Entscheider und 20% der IT-Entscheider eine verständlichere Kommunikation mit dem jeweils anderen Bereich. (ST)


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