Zu den fünf Mini-Supermärkten "Lädchen für alles" von Tegut sollen bis Ende kommenden Jahres rund 20 bis 25 weitere hinzukommen. Das Konzept richtet sich an ältere Menschen, die auf dem platten Land wohnen.

Die Handelskette Tegut will in ländlichen Regionen mit Tante-Emma-Läden expandieren. Bis Ende 2012 sollen 20 bis 25 weitere Mini-Supermärkte mit Namen "Lädchen für alles" im Verbreitungsgebiet des Handelsunternehmens in und um Hessen eröffnet werden. Damit reagiert das Unternehmen mit Sitz in Fulda auf die alternde Bevölkerung, die möglichst nahe ihres Wohnorts geeignete Einkaufsmöglichkeiten suchen.

Ein Beispiel für die Umsetzung dieser Idee ist das "Lädchen für alles" in Witzenhausen-Gertenbach. Die Filiale hat eine Verkaufsfläche von 93 Quadratmetern und führt rund 1.500 Produkte. Das Sortiment ist bereits auf die älteren Bewohner des Dorfes abgestimmt: "Gallseife, zum Beispiel, ist gefragt", sagte der 21 Jahre alte junge Marktleiter Daniel Hühmer in der Märzausgabe von Der Handel. Es gebe einen Bringservice für die Kunden, außerdem fungiert der Dorfladen als Geldautomat für die örtliche Volksbank . "Pro Kunde zahle ich bis zu 200 Euro aus", sagt Hühmer.

Bislang fünf Lädchen für alles

Tegut hat derzeit mehr als 300 Supermärkte in Hessen, Bayern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Thüringen, davon fünf "Lädchen für alles". Für die weitere Expansion sucht der Händler derzeit neben passenden Standorten für die Mini-Formate auch noch mindestens 6.000 Quadratmeter große Grundstücke in den Großräumen Darmstadt-Dieburg, Giessen, Groß Gerau, Hochtaunuskreis, Main-Taunus-Kreis, Offenbach und dem Wetteraukreis.

Außerdem ist das in zweiter und dritter Generation geführte Familienunternehmen auf der Suche nach geeigneten Ladenlokalen in den Städten Aschaffenburg, Darmstadt, Frankfurt/Main, Offenbach, Wiesbaden, Würzburg und Mainz.