Der Weg für eine Belebung der deutschen Internetwirtschaft wird zunehmend freier: Die Deutsche Telekom muss den alternativen Carriern eine Vorleistungs-Flatrate anbieten. Diese Entscheidung hat die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post getroffen.

Der Weg für eine Belebung der deutschen Internetwirtschaft wird zunehmend freier: Die Deutsche Telekom muss den alternativen Carriern eine Vorleistungs-Flatrate anbieten. Diese Entscheidung hat die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) getroffen. Ausschlaggebend wird jedoch die Entgelthöhe sein, die in einem gesonderten Verfahren festgelegt wird.

Die Vorleistungs-Flatrate im Carrier-Markt ist Voraussetzung dafür, dass beispielsweise Online-Dienste ihren Endkunden die Nutzung des Internets zu einem monatlichen Pauschaltarif anbieten können.

Bisher waren nur die Telekom und ihre Töchter in der Lage, über die unterste Netzebene flächendeckend Internet-Verkehr zu einem Pauschaltarif rentabel einzukaufen. Nach erfolglosen Verhandlungen mit der Deutschen Telekom hatte der Gütersloher Netzbetreiber mediaWays im April dieses Jahres bei der RegTP einen Antrag auf Nutzung der "Letzten Meile" des Telekom-Netzes auf Basis eines kapazitätsbasierten Entgeltes gestellt. Um eine flächendeckende Erreichbarkeit aller bundesdeutschen Haushalte zu ermöglichen, wurde der Zugang für einen Flattarif auf der derzeit für alle Zusammenschaltungsleistungen gültigen Ebene von 475 Orten gefordert.

"Neue attraktive Preismodelle für die kostengünstige und zeitlich unbeschränkte Internetnutzung per Modem oder ISDN werden neben breitbandigen Angeboten zum endgültigen Durchbruch des Internets als Massenmedium führen", ist sich Steffen Müller, Director Strategic Projects bei mediaWays, sicher. Voraussetzung sei aber eine zeitnahe Entscheidung über die Preisgestaltung, wobei die Höhe des Pauschaltarifes ausschlaggebend sei, den die konkurrierenden Netzanbieter an die Deutsche Telekom zahlen müssen. (ST)