Die insolvente Kaufhauskette Woolworth wird von einer Holding der Tengelmann-Handelsgruppe übernommen. Zuletzt waren noch vier Bieter übrig.

Die Entscheidung über die Zukunft von Woolworth scheint gefallen zu sein: Tengelmann übernimmt das insolvente Warenhausunternehmen. Ein entsprechender Kaufvertrag sei am Freitag mit dem Insolvenzverwalter Ottmar Hermann abgeschlossen worden, hat dpa aus Verhandlungskreisen erfahren.

Demnach hat die HH-Holding den Zuschlag unter zuletzt vier Bietern erhalten. Es handelt sich um ein Konsortium des Handelskonzerns Tengelmann mit seinen Töchtern Kik und Tedi. Der Bieter war vor allem vom größten Woolworth-Vermieter, dem US-Finanzinvestor Cerberus, bevorzugt worden.

Woolworth Deutschland hatte im April vergangenen Jahres Insolvenz angemeldet. Der Insolvenzverwalter hat nach eigenen Angaben ein neues Konzept erarbeitet, zahlreiche Filialen geschlossen und Woolworth zuletzt mit 162 Filialen und rund 4500 Mitarbeitern weitergeführt. Diese sollten möglichst komplett übernommen und weitergeführt werden.