Tesco ist mit der Eroberung des US-amerikanischen Marktes gescheitert. Nun schließen die Briten ihre Filialen der Marke "Fresh & Easy". Dieser Schritt drückt den Gewinn des Konzerns.

Der größte britische Einzelhändler Tesco beendet wie seit Monaten erwartet sein verlustreiches US-Geschäft. Das Unternehmen habe beschlossen, sich mit seiner Marke "Fresh & Easy" aus den Vereinigten Staaten zurückzuziehen, kündigte der Konzern am Mittwoch bei seiner Bilanzvorlage in London an.

Die dadurch anfallenden Wertberichtigungen in Milliardenhöhe sowie Abschreibungen auf Tesco-Immobilien und andere Sondereffekte ließen den Gewinn einbrechen. Unter dem Strich schmolz der Nettogewinn in dem Ende Februar abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/13 von 2,8 Milliarden britischen Pfund (rund 3,2 Milliarden Euro) im Vorjahr auf 120 Millionen Pfund zusammen.

Neuausrichtung auf dem Heimatmarkt

Der operative Gewinn gab um 13 Prozent auf 3,45 Milliarden Pfund nach. Den Rückgang begründete Tesco vor allem mit den Ausgaben für die Neuausrichtung seines Geschäfts auf dem Heimatmarkt. Um die Kunden wieder stärker in die Geschäfte zu locken, wurden die Läden renoviert, in Service investiert und der Anteil an Eigenmarken ausgebaut. Der Konzernumsatz verbesserte sich um 1,4 Prozent auf 64,8 Milliarden Pfund.

Tesco ist das drittgrößte Handelsunternehmen der Welt. Zuletzt war die Rede davon, dass die Briten mit Aldi über den Verkauf seiner 220 "Fresh&Easy"-Märkte an der amerikanischen Westküste verhandeln würden.