Verbraucherschützer bemängeln, dass weihnachtlich verpackte Süßigkeiten teuerer sind als die in Standardpackungen. Außerdem könne der Kunde durch die Sonderplatzierung schlechter die Preise vergleichen.

Süßigkeiten in Weihnachtsverpackung sind oft mehr als doppelt so teurer wie die gleichen Produkte in der Standardpackung. Das ist das Ergebnis einer am Donnerstag verbreiteten Untersuchung der Verbraucherzentrale Hamburg. Danach verlangt etwa Ferrero für Rocher in der weihnachtlichen Plastikglocke
41 Cent pro Kugel, in der Normalpackung kostet sie 18 Cent. Weihnachtszuschlag: 128 Prozent.

Zwei einfache Pappsterne auf der Merci-Packung - und Storck berechne 2,24 Euro. Dadurch verdoppele sich der Preis im Vergleich zur Standardware. Die Verbraucherzentrale veröffentlichte im Internet eine Liste mit 24 Produkten, die sich durch die Weihnachtsverpackung zwischen 14 und 165 Prozent verteuern.

Sonderflächen erschweren Vergleich

Zudem kritisierte die Verbraucherzentrale, dass Weihnachtsartikel im Einzelhandel oft hoch aufgetürmt auf Sonderflächen stehen, damit sie besonders ins Auge fallen. Ein Vergleich des Grundpreises mit der Standardware, die sich häufig weiter entfernt in den Regalen findet, sei dadurch kaum möglich.

Preise fehlten bei Weihnachtsartikeln auf Sonderflächen mancherorts komplett. "Die süßen Sachen individuell und kreativ selbst verpacken - das erfreut und überrascht die Beschenkten", rät Armin Valet von der Verbraucherzentrale den Verbrauchern.