Der Modediscounter NKD soll verkauft werden. Potenzielle Investoren haben angeblich sogar schon Interesse angemeldet.

Die Textilkette NKD mit mehr als 1.200 Filialen in Deutschland, Österreich und Italien soll veräußert werden, sagte eine Sprecherin des Eigentümers, der Daun & Cie. Aktiengesellschaft im niedersächsischen Rastede. NKD gehört seit 2003 zu diesem Unternehmen.

Die NKD Vertriebs GmbH mit Sitz im oberfränkischen Bindlach müsse keine Umstrukturierung befürchten. Das vergangene Geschäftsjahr sei trotz Krise erfolgreich gewesen. Zu möglichen Kaufsummen wollten beide Unternehmen keine Angaben machen, es gäbe jedoch bereits Anfragen von möglichen Investoren.

Discounter auf Expansionskurs

In den Läden des 1962 gegründeten Filialisten werden vor allem Kleidung, Unterwäsche und Accessoires verkauft. Insgesamt beschäftigt NKD 5.800 Mitarbeiter und ist auf Expansionskurs: Das Unternehmen hat vor wenigen Wochen sechs Filialen der Insolventen Modekette Adessa sowie 20 Filialen des insolventen Modehauses Keilbach in Südwestdeutschland übernommen.
 
Der Eigentümner will die Kette nach eigenen Angaben verkaufen, weil sie nicht in das Firmen-Portfolio passt. Daun ist vor allem an Unternehmen des produzierenden Gewerbes wie Webereien und Spinnereien beteiligt. 2008 sei mit rund 12.300 Mitarbeitern ein Umsatz von knapp 1,5 Milliarden Euro erwirtschaftet worden.