Nach einem schwierigen Start gelang es dem deutschen Textilhandel 2009, das Umsatzniveau stabil zu halten. Das melden die Teilnehmer einer Umfrage der Fachzeitschrift TextilWirtschaft.

Der deutsche Modehandel hat wider Erwarten 2009 keinen Umsatzeinbruch hinnehmen müssen. Das melden die Teilnehmer des TW-Testclubs der Fachzeitschrift "TextilWirtschaft". Das Jahr 2008 hatte der hiesige Textilhandel noch mit einem Minus von 4 Prozent im Vergleich zu 2007 abgeschlossen.

Von dem jetzt gemeldeten Wert ist die Branche überrascht. Denn zu Jahresbeginn war knapp die Hälfte der Händler von einer sehr viel schlechteren Geschäftsentwicklung ausgegangen. Nach sechs Monaten lag das Umsatzminus im Modehandel noch bei minus 3 Prozent.

Winterwetter als Umsatztreiber

Doch von der trotz Wirtschaftskrise guten Konsumstimmung im gesamten Jahr 2009 profitierten auch die Textilhändler. In der zweiten Jahreshälfte begünstigte zudem das kalte Wetter die Abverkäufe von Herbst- und Winterware.

Dass 2009 trotzdem kein leichtes Jahr war, zeigen zum die vielen Insolvenzen wie bei Hertie, Wehmeyer und Karstadt. Auch die hohen Abschriften der vergangenen zwölf Monate sind ein Indikator für das schwierige Marktumfeld.

In diesem Jahr wurde die Ware schon nach dem Weihnachtsgeschäft stark reduziert. Bei fast jedem zweiten Händler sind die Abschriften im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Verhaltenes Optimismus für 2010

Für 2010 zeigt sich der deutsche Modehandel verhalten optimistisch. 46 Prozent der Händler gehen davon aus, dass sich die Umsätze rückläufig entwickeln werden.

Weitere Details zu der Befragung werden in der aktuellen Ausgabe der TextilWirtschaft veröffentlicht, die am Donnerstag (7. Januar), erscheint. An der Befragung beteiligten sich mehrere hundert Textilfirmen unterschiedlicher Betriebsgröße.