Die winterlichen Temperaturen lassen den deutschen Modehandel auf ein gutes Weihnachtsgeschäft hoffen. Die Branche kann den Umsatz voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres halten.

Insgesamt sei die "arbige, kuschelige" Herbst- und Wintermode bei den Kunden gut angekommen, sagte der Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Textileinzelhandels (BTE), Steffen Jost, am Mittwoch in Köln. Besonders gefragt seien derzeit Strickwaren.

Im November hatten die Händler noch über die für die Jahreszeit zu milden Temperaturen geklagt und mit ersten Rabatten reagiert. Nachdem es nun etwas kälter geworden ist, verspreche das laufende Weihnachtsgeschäft, mindestens das Vorjahresniveau zu erreichen, so der BTE.

Zuwachs bei Damenmode, Rückgang bei Kinderbekleidung

Trotz Wirtschaftskrise schließt der deutsche Modehandel das Jahr
2009 mit einem stabilen Umsatz von etwa 56 Milliarden Euro ab - etwa so viel wie im vergangenen Jahr. „Hysterische Kaufverweigerung aus Krisenangst gab es nicht", sagte Jost. Die Preise seien in diesem Jahr weitgehend unverändert geblieben.

Über die Hälfte des Gesamtumsatzes (29 Milliarden Euro) wurde mit Damenmode erwirtschaftet, Herrenbekleidung trug etwa 15 Milliarden Euro zum Geschäft bei. Während es in diesen Bereichen wie auch bei Heim- und Haustextilien kleine Zuwächse gab, entwickelte sich der Bereich der Kinderbekleidung allerdings leicht rückläufig.