Nach der Aufdeckung gentechnisch manipulierter Baumwolltextilien mit Biosiegel gehen Verbraucherschützer mit den betroffenen Modehändlern hart ins Gericht.

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) kritisierte die betroffenen Unternehmen. Die Modeketten H&M sowie C&A "haben da nicht genug aufgepasst", sagte Monika Büning, Verbandsexpertin für Produktsicherheit, der „Frankfurter Rundschau".

Bisher hätten die Firmen ihre Lieferpartner zu wenig überwacht: „Die Unternehmen müssen ihre Zertifizierer besser kontrollieren, zumindest stichprobenhaft." Die Kunden wollten Sicherheit haben, sagte Büning: "Wo Bio draufsteht, darf keine Gentechnik drin sein."

Die Modekette C&A hatte am Freitag eine gründliche Prüfung der Vorwürfe angekündigt. Die "Financial Times Deutschland" hatte berichtet, erhebliche Mengen von Biobaumwolle aus Indien seien gentechnisch verändert und in den Handel gebracht worden.