Der Handelskonzern Douglas ist wegen der Kosten für die Sanierung der Buchtochter Thalia im zweiten Quartal tief in die roten Zahlen gerutscht. Die Jahresprognose musste deshalb korrigiert werden.

In dem von Januar bis März laufenden zweiten Geschäftsquartal summierte sich der Verlust unter dem Strich auf rund 155 Millionen Euro, wie Douglas am Mittwoch in Hagen mitteilte.

Dabei schlugen Sonderbelastungen in Höhe von 165 Millionen Euro in Form von Rückstellungen und Wertberichtigungen zu Buche. Thalia verliert wie viele andere Buchhändler Kunden an Internetgrößen wie Amazon.

Der Umsatz legte im zweiten Quartal hingegen um 3,9 Prozent auf 722,8 Millionen Euro zu. Wachstumstreiber waren die Douglas-Parfümerien sowie die Juwelierkette Christ. Zum Konzern gehören zudem die Modehäuser AppelrathCüpper und die Süßwarenkette Hussel.

Seine Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2011/2012 passte Douglas an. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen dürfte nun eher am unteren Ende der prognostizierten Bandbreite von 200 bis 250 Millionen Euro liegen. Die Aktionäre müssen zudem voraussichtlich auf eine Dividende verzichten.