Metro, eBay und PayPal feiern ihr dreimonatiges Omnichannel-Pilotprojekt „The Inspiration Store” im Weserpark Bremen als Erfolg.  An den Besucherzahlen kann es nicht liegen. Zwar spricht das Trio von mehr als 45.000 Besuchern, doch mit gerade einmal mehreren hundert Besuchern täglich, war vermutlich in etwa soviel Betrieb wie in der Kurzwarenabteilung von Karstadt. Trotzdem lassen sich aus den Besucherzahlen aufschlussreiche Rückschlüsse ziehen.

Auf 200 Quadratmetern sollte den Kunden ein Shoppingerlebnis der Zukunft geboten werden. Zweiwöchig wechselnde Sortimente mit je rund 400 Artikeln waren mit Omnichannel-Funktionen verdrahtet. Rund sechs Prozent der Mall-Besucher wollten dort nach der Zukunft des Handels schauen und auch shoppen.








Die Besucherzahlen sollten aber nicht über das Interesse hinwegtäuschen. Immerhin besuchten täglich bis zu fünf Händler-Delegationen „The Inspiration Store“, darunter 28 große Handelsunternehmen und Markenhersteller. Die dürfte besonders interessieren, dass jüngere Kunden sicher eher für Window-Shopping mit QR-Code interessierten, ältere Kunden vor allem die Lieferoptionen attraktiv fanden. Zudem stießen Omnichannel-Funktionen wie „Ship from Store“ und die Bezahlung via Smartphone auf großes Interesse.

Deutliches Signal dafür, dass es am digitalen PoS nicht entscheidend ist, die gesamte technologische Klaviatur zu spielen, sondern das passende Omnichannel-Angebot für die jeweilige Zielgruppe auszuwählen.
Noch entscheidender aber vielleicht ist nicht das technische Klimbim, sondern das Produkt und seine Präsentation in der Kohlenstoffwelt. Denn trotz eigens zum Sortiment installiertem Licht- Sound- und Geruchssystem wirkte die Fläche zuweilen so einladend wie - Sie ahnen es - eben die Kurzwarenabteilung bei Karstadt.

Sieht aus wie eine Blogger-Lounge, ist aber der "Inspiration Store"
Sieht aus wie eine Blogger-Lounge, ist aber der "Inspiration Store"