Detlev Meyer hat nun das Gros der Aktien bei Hawesko. Der Investor verspricht den Aktionären steigende Unternehmensgewinne.

Bei der Übernahme des Weinhändlers Hawesko hat die Tocos-Holding des Investors Detlev Meyer eine Dreiviertel-Mehrheit erreicht und damit eine aktienrechtlich wichtige Schwelle überschritten. Zum Ende der Annahmefrist verfüge Tocos über 75,4 Prozent der Anteile, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Hamburg mit.

Damit gibt es keinen Minderheitsaktionär mehr, der über eine Sperrminorität verfügen würde und wichtige Entscheidungen blockieren könnte. Hawesko solle auch weiterhin mit einem ausreichenden Anteil freier Aktionäre an der Börse notiert bleiben, erklärte Meyer. Eine komplette Übernahme sei nicht angestrebt.

Hawesko-Aufsichtsrat Meyer hatte Anfang November den Aktionären ein Übernahmeangebot von 40 Euro je Anteilsschein unterbreitet und gegen den anfänglichen Widerstand des Großaktionärs und Vorstandschefs Alexander Margaritoff durchgesetzt. Für die Aktionäre beginnt am Donnerstag noch eine zweiwöchige Nachfrist, in der sie das Angebot von Meyer annehmen können. "Alle Aktionäre sollen von steigenden Gewinnen und höherem Unternehmenswert profitieren können", sagte der Investor laut Mitteilung.