Der Bekleidungskonzern Tom Tailor legt bei seiner Marke Bonita weiter Hand an. Auch sie soll 2014 schwarze Zahlen bringen. Beim Konzernumsatz wird die Milliarden-Schwelle noch nicht überschritten.

Der Bekleidungskonzern Tom Tailor will 2014 wieder schwarze Zahlen schreiben. Das sagte Vorstandschef Dieter Holzer am Mittwoch in Hamburg der Nachrichtenagentur dpa. Nach der Übernahme der Marke Bonita war 2013 ein Verlust von 16 Millionen Euro angefallen.

Im zweiten Quartal dieses Jahres drehte das Ergebnis mit einem Plus von 1,4 Millionen Euro in die Gewinnzone. Der Konzernumsatz stieg im ersten Halbjahr 2014 um 4,5 Prozent auf rund 425 Millionen Euro. Während Tom Tailor im Einzelhandel flächenbereinigt um 5,5 Prozent zulegte, gab es bei Bonita einen Rückgang von 8,7 Prozent. 

Bei der 2012 übernommenen Marke mit Damen- und Herrenbekleidung für die Kundschaft ab 40 Jahre (1.011 Läden) seien Rabattaktionen deutlich zurückgefahren worden, berichtete Holzer. Der Einkauf erfolge außerdem direkt über die eigene Einkaufsgesellschaft in Asien. "Bei Bonita kommen wir Schritt für Schritt voran. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2014 schwarze Zahlen", sagte Holzer. An seiner Umsatzprognose von mehr als 950 Millionen Euro 2014 im Konzern hält das Unternehmen fest. "Wir werden noch keinen Milliarden-Umsatz realisieren", berichtete Holzer. "Nach dem bisher sehr dynamischen Wachstum wollen wir profitabler wachsen."

Marktprüfung in China

Für den Expansionskurs hat sich indirekt die Beteiligungsgesellschaft Fosun aus Shanghai am Unternehmen mit 23,16 Prozent beteiligt. "Fosun hat ein langfristiges Interesse an der Tom Tailor Group. Es ist ein Partner, der uns mit seiner Expertise und seinem Netzwerk in Asien unterstützen kann", sagte Holzer. "Wir werden in den nächsten Monaten prüfen, auf welche Weise wir den chinesischen Markt entwickeln wollen." Zwar sehe er das Potenzial des dortigen Marktes, aber: "Wir werden dabei vorsichtig und umsichtig vorgehen." Fosun-Präsident Wang Qunbin sieht in dem Modekonzern ein "werthaltiges Investment mit äußerst attraktivem Wachstumspotenzial".

Der Konzern hat nach eigenen Angaben weltweit rund 6.500 Mitarbeiter, 4.200 davon in Deutschland. Die Mode wird über 1.374 Läden, rund 200 Franchise-Nehmer und rund 2.400 Shop-in-Shop-Abteilungen vertrieben. 76,84 Prozent der Aktien sind in Streubesitz.