Der Textilhandel leidet - nur Tom Tailor nicht. Das Hamburger Unternehmen steigerte im zurückliegenden Geschäftsjahr den Umsatz ordentlich.

Der Modehändler Tom Tailor hat sich nach der Übernahme der Marke Bonita stabilisiert und ist im Geschäftsjahr 2014 in die Gewinnzone zurückgekehrt. Der Umsatz der Gruppe erhöhte sich nach vorläufigen Zahlen um drei Prozent auf rund 932 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Dienstag in Hamburg mit.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) habe sich gegenüber dem Vorjahr um mehr als zehn Prozent verbessert. Damit habe Tom Tailor erstmals seit der Bonita-Übernahme 2012 wieder ein positives Konzernergebnis erzielt. Die ausführliche Jahresbilanz will Tom Tailor am 18. März vorlegen.

417 neue Shop-in-Shops

Auch im so genannten Wholesale wuchs Tom Tailor. Hier gab es ein Umsatzplus von 9 Prozent auf über 331 Millionen Euro. Diese Entwicklung sei getrieben worden durch 417 neue Shop-in-Shops, 9 neue Franchise-Geschäfte sowie 1.005 zusätzliche Multi-Label-Partner, teilt das Unternehmen mit. Darüber hinaus seien die Aktivitäten mit den bestehenden sowie neuen internationalen Online-Geschäftspartnern signifikant ausgebaut worden. Das Segment habe die Rohertragsmarge gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Mit den eigenen 382 Läden sowie dem E-Commerce steigerte Tom Tailor den Umsatz im Berichtsjahr um rund 8 Prozent auf 275 Millionen Euro.