Umsatzplus dank Expansion. Tom Tailor hat viel in die Fläche investiert, doch das Ergebnis ist negativ.

Das Modeunternehmen Tom Tailor expandiert kräftig, verdient aber am Ende kein Geld. Nach der Übernahme der Marke Bonita und dem kräftigen Ausbau des Filialgeschäfts erhöhte sich der Umsatz des Konzerns in den ersten neun Monaten gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um fast 65 Prozent auf 656 Millionen Euro, teilte Tom Tailor am Donnerstag in Hamburg mit.

Im dritten Quartal sei das Geschäft im Einzelhandel gegen den Markttrend auch auf vergleichbarer Fläche kräftig gewachsen. Damit habe man sich vom allgemeinen Markttrend abgesetzt, sagte Dieter Holzer, Vorstandsvorsitzender der Tom Tailor AG laut Mitteilung.

Schulden und Zinsen belasten

Durch die finanziellen Belastungen wuchsen allerdings auch die Verschuldung und die Zinsaufwendungen. Als Ergebnis für die ersten neun Monate weist Tom Tailor einen Verlust von 13,9 Millionen Euro aus, nach 3,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Der Umsatz von Bonita, das die Ladengeschäfte und den Anfang Juni gestarteten E-Shop umfasst, belief sich in den ersten neun Monaten auf 254,2 Millionen Euro, teilt Tom Tailor mit. Seit Übernahme dieser Marke betrug demnach das Wachstum im dritten Quartal 5,3 Prozent. Damit hätten sich die verkürzten Produktionszyklen sowie ein neuer Designprozess ausgezahlt.

Für das Gesamtjahr 2013 erwartet der Konzern laut Mitteilung einen Umsatz zwischen 890 und 910 Millionen Euro. Das EBITDA werde bei 85 bis 95 Millionen Euro liegen.