Schwere Zeiten für Textilhändler. Der Winter fiel aus. Und die Kunden kaufen immer mehr im Internet. Das spürt auch Tom Tailor, und hier besonders bei der Marke Bonita.

Der Modekonzern Tom Tailor will Bewegung in das schleppend laufende Geschäft seiner 2012 zugekauften Marke Bonita bringen. Trotz eines enttäuschenden Geschäftsjahres mit einem Umsatzminus von 4,6 Prozent, solle Bonita weiter innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre profitabel sein, sagte Vorstandschef Dieter Holzer.

Die "Potenziale der Marke heben" solle ein Produkt- und Design-Team um den bisherigen Tom-Tailor-Produktvorstand Udo Greiser. Greiser wurde zum 1. Februar zum Alleingeschäftsführer von Bonita berufen. Wetterkapriolen und ein enttäuschend verlaufendes Jahresendgeschäft hatten der Marke im vergangenen Jahr zu Schaffen gemacht.

Aktienkurs sackt ab

Auch für den Konzern Tom Tailor verlief 2013 nach vorläufigen Berechnungen schwächer als gedacht, das Ergebnis blieb hinter den Erwartungen zurück. Zwar stieg der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 16,1 Prozent auf 77,2 Millionen Euro, wie das im SDax notierte Unternehmen am Dienstagabend mitteilte. Prognostiziert hatte Tom Tailor aber bis zu 95 Millionen Euro. Die Börse reagierte verschnupft: Die Aktie verlor mehr als neun Prozent und sank damit auf den tiefsten Stand seit Mitte 2012.

Den Umsatz steigerte der Konzern im Gesamtjahr um gut 44 Prozent auf 907,2 Millionen Euro. Die Marken legten insgesamt um 17 Prozent zu.