Der Bekleidungshersteller Tom Tailor möchte trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds weiter wachsen und ein Dutzend neue Geschäfte eröffnen.

"Wir wollen schneller wachsen, trauen uns 60 bis 70 neue Stores im Jahr zu", sagte Tom Tailor-Chef Dieter Holzer gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.). Das Unternehmen hatte bereits im Februar und Anfang März drei neue Franchise-Stores eröffnet. Das vierte Geschäft soll Anfang April in Hamburg seine Pforten öffnen.

Derzeit sieht es im Textilgeschäft laut Holzer folgendermaßen aus: "Wo wir hinkommen, ist links Esprit, rechts Street One und gegenüber S. Oliver." Der Modehersteller hätte somit Nachholbedarf, sprich Potenzial.

Stärker mitmischen im Modemarkt

Der Tom Tailor-Boss sieht im Gespräch mit der F.A.S. durchaus Chancen zu den Großen der Branche aufzuschließen, da der Markt viel Platz hätte. "Die fünf größten Modeketten kommen hierzulande zusammen auf keine zwanzig Prozent Marktanteil, das heißt, 80 Prozent sind kleine Einzelkämpfer."

Um das Wachstumstempo zu beschleunigen, möchte Tom Tailor jetzt an die Börse. Mit dem Börsengang will das Modeunternehmen laut der F.A.S. 140 Millionen Euro einnehmen.

Tom Tailor konnte im Geschäftsjahr 2009 seinen Umsatz auf 300,2 Millionen Euro steigern und erzielte damit in einem wirtschaftlich schwierigen Jahr ein Umsatzwachstum von 5,9 Prozent. 2008 waren es noch 283,5 Millionen Euro.

Das Hamburger Modelabel hat 87 eigene Geschäfte und 200 Franchise-Läden in Deutschland, Österreich und den Niederlanden.