Google schläft nicht - es baut, optimiert, erfindet neu – und das rund um die Uhr. Die Hebel, die die Verwaltung der AdWords-Anzeigen erleichtern und verbessern sollen, sind mittlerweile so zahlreich und sitzen so tief im System, dass man sich Ihrer Existenz nicht einmal bewusst ist. Dieses eigene kleine Universum hat wirklich was auf dem Kasten, wenn man sich traut ganz tief einzutauchen.
Katharina Hinkel, Adwords-Beraterin bei der Agentur Effektiv Online-Marketing, nennt deshalb im einem Gastbeitrag für etailment Features, mit denen Sie ihre AdWords-Aktivitäten aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten und vor allem „effektiv“ optimieren können.

 

1. Die wirklich lukrativen Keywords im Tool „Suchbegriffe“

Keywords sind das A und O unserer Werbeaktivitäten und die Recherche über verschiedene Tools, wie dem AdWords Keyword-Planer, Übersuggest, Google Trends und Co. ist unser täglich Brot. Aber die wirklich effizienten Keywords findetSie in Ihrem eigenen Reich, unter „Details“!

Das Tool „Suchbegriffe“ liefert:

  •  Tatsächlich geschaltete Keywords, für die die Anzeige geschaltet wurde
  • Tatsächlich konvertierende Keywords, die Sie der Keywordliste hinzufügen könnem
  • Erfolgreiche Keywordoptionen
  • Wirkungsvolle ausschließende Keywords

Und hier finden Sie es:

Kampagne  >>  Keywords  >>  Keywords zur Analyse auswählen  >>  Details  >>  Suchbegriffe ausgewählt

 

TIPP! Wählen Sie Keyword aus, welches für die Option „passende Wortgruppe“ oder „weitgehend passend“ ausgerichtet ist und schauen Sie sichan über welche tatsächlichen Suchbegriffe die User auf die Anzeige gelangt sind – hier werden Sie definitiv einiges zum Ausschließen finden. Vor allem aber fügen Sie die „neuen“ Varianten, die konvertiert haben in die Keyword Liste. 


2. Gesundheitscheck für Keywords und Anzeigen

Mit dem Keyword Diagnose Tool ist ein Gesundheitscheck der Anzeigen und Keywords schnell gemacht.


Finden Sie heraus, ob Keywords in Eurem Konto miteinander konkurrieren oder diese überhaupt geschaltet werden.

Sollten Probleme bei Anzeigen oder Keywords vorhanden sein, welche die Schaltung der Anzeige verhindern, werden diese hier aufgezeigt und erläutert.

TIPP! Um keine unnötigen Impressionen zu erzeugen, ist bekanntlich das selbstständige „Schnüffeln“ im Google Index nicht zu empfehlen. Die Keyword Diagnose, schafft auch hier Abhilfe. Sie können gleich mehrere oder alle Keywords gleichzeitig diagnostizieren und herausfinden ob die  Nutzer auf einer bestimmten Domain, in einer bestimmten Sprache, in einem bestimmten Land dieAnzeige sehen.

Auf geht’s:

Kampagne  >>  Keywords  >>  Keywords zur Analyse auswählen  >>  Details >> Keyword Diagnose


3. Viele Besucher? Nein. Viele relevante Besucher!

Der Fokus liegt auf Traffic? Warum nicht gleich inklusive Relevanz? Der „Modifizierer“ ist eindeutig die effizientere Variante, wenn es darum geht „relevanten“ aber großflächigen Traffic abzugreifen.

Im Gegensatz zur Keyword Option „weitgehend passend“ grenzen die Modifizierer die oftmals irrwitzigen und unproduktiven Synonyme aus, wodurch die Klickqualität erheblich steigt. Trotz enormem Traffic-Potenzial.

So funktioniert’s:

Einfach ein Plus (+) vor ein oder mehrere Wörter in einem weitgehend passenden Keyword setzen und schon geht’s los. Denken Sie daran, ein Leerzeichen hat zwischen dem Pluszeichen und dem Begriff nichts zu suchen!

Weitgehend passend: diesel uhr                                              



Modifizierer „Weitgehend passend“:  +diesel +uhr

 

TIPP! Falls Sie weiterhin für „weitgehende passende“ Keywords schalten möchten, nehmen Sie sich bitte die Zeit und schließen über das Feature „Suchbegriffe“ unproduktive Keywords aus.

 

4. „Above the fold“ im Display Netzwerk

Viele Studien belegen eine gesteigerte Werbeleistung in dem sogenannten „Above the Fold“ Bereich.

Der User ist hierbei in der Lage den Sichtkontakt mit der Anzeige „ohne zu scrollen“ herzustellen, während er Anzeigen „Below the Fold“, die weiter unten auf der gebuchten Seite platziert werden, unter Umständen gar nicht zu Gesicht bekommt. Diese Impressionen sind insbesondere für Werbetreibende, die nach dem CPM-Modell (Kosten pro 1000 Impressionen) gehen, nur ein unnötiger Kostenfaktor.

 Mit Ausschluss des Bereiches „Below the Fold“ können Sie in einer leistungsfähigeren kontrollierten Umgebung schalten, unproduktive Impressionen vermeiden und die Klickrate steigern. Zudem gewinnen Sie wertvolle und aussagekräftigere Statistiken, anhand welcher Sie die Schaltung effizient verwalten können. 

TIPP! Beachten Sie jedoch, dass Sie bei der Ausrichtung auf diese höherwertigen Placements die Gebote wahrscheinlich erhöhen müssen, um die gleiche Anzahl von Impressionen zu erzielen.

Und so geht’s:

Display Kampagne  >>  Display Netzwerk  >>  Placements  >> Ausschlüsse  >>  Kategorien >> „mit scrollen sichtbar“ ausschließen.

 

5. Top Keyword-Pfad im Suchtrichter

Hinter einer Conversion kann sich Teamwork verbergen!

In der Elektronik Abteilung eines Kaufhauses werden Sie womöglich vom Fachpersonal beraten, bevor Sie den tatsächlichen Kauf selbst an der Kasse bei einer Kassiererin abschließen. So ähnlich wie in einem Geschäft übernehmen auch Keywords unterschiedliche Rollen im Suchverhalten bzw. Kaufprozess eines Kunden.

Der Bericht „Top Keyword-Pfad“ im Suchtrichter von AdWords gibt die Folge der Keywords zu den Anzeigen wieder, die von Kunden vor einer Conversion angeklickt wurden und somit entscheidend zum Kauf beigetragen haben.

Wenn z. B. auffällt, dass mehrere Pfade mit bestimmten Keywords beginnen:

Dann sollten Sie diese „Conversion-Motor“ Keywords gesondert behandeln und anders gewichten. Da diese meist eine höhere Klickanzahl und höhere Kosten aufweisen, könnten diese  fälschlicherweise pausiert oder gelöscht werden, was eine ungewollte Kettenreaktion nach sich ziehen würde. Stellen Sie den Keywords lieber ausreichend Budget zur Verfügung und setzen die Ziel CPAs (Kosten pro Akquisition) für diese etwas höher.

Hier zu finden:

Tools und Analysen >> Conversion >> Suchtrichter

 





6. Der Conversion-Antrieb - „vorbereitende Klicks“ im Suchfilter

Mit den soeben dargelegten Top Pfaden geht eine Analyse der „vorbereitenden Klicks“ einher.

Häufig wird eine Conversion vollständig dem sogenannten "letzten Klick" im Keyword-Pfad zugeschrieben, da dieser direkt zu einem Verkauf führt.

Unter „vorbereitende Klicks“ können Sie jedoch herausfinden, welche Keywords im Konto den ganzen „Antrieb“ in der Conversion-Generierung leisten. Je höher die Anzahl der „vorbereitenden Klicks“ desto wertvoller das Keyword.

Richten Sie sich bei diesen wertvollen Keywords nicht nach Ihren allgemein definierten Maßstäben, sondern fördern vielmehr diese mit höheren CPA Werten und höheren Budgets.

TIPP! Bevor Sie im Konto ein auffällig aktives Keyword pausiern, weil es zu hohe Kosten verursacht, sollten Sie sich zuvor vergewissern, dass dieses nicht zufällig als Conversion-Motor im Konto fungiert.

Auf geht’s:

Tools und Analysen >> Conversion >> Suchtrichter >> Vorbereitende Klicks und Impressionen

 

7. Zeitintervall im Suchtrichter

Hier werden die Conversions aus einer ganz anderen Perspektive betrachtet – nicht mehr die Keywords , sondern der Zeitfaktor steht im Fokus.

Wenn ein User eine Armbanduhr in einem Online Shop gesehen hat und nach 11 Tagen auf die Website zurückkehrt und den Kauf tätigt, dann wird diese Conversion der Zeile 11- 12 Tage zugewiesen.

Wie lange brauchen Ihre Kunden, um eine Conversion durchzuführen?

Ist in ihrem Konto eine ähnlich starke Aktivität im späteren Zeitintervall festzustellen, so sollten Sie sich spätestens jetzt Gedanken über Remarketing machen! Eine „Hey da bin ich noch“ Erinnerung kann hier schon wahre Wunder bewirken.

Schnell prüfen:

Tools und Analysen >> Conversion >> Suchtrichter >> Zeitintervall


TIPP! Remarketing kann sehr effektiv und wirkungsvoll sein. Hier geht es vom Grundgedanken darum, die Besucher, welche die Website besucht und wieder verlassen haben gezielt wieder zu kontaktieren. Legen Sie Strategien fest und setzen attraktive Köder in den Anzeigen (Rabatte, neue Vorteile etc), nun besteht das Ziel schließlich darin den User zum „wiederkehren“ zu animieren.