Deutsche Manager aus Handel und Industrie stellen ein verändertes Verbraucherverhalten fest: In der Krise wird weniger und später für Konsumgüter bezahlt.

Das ergab eine Befragung von Topmanagern aus den Bereichen Handel und Konsumgüterindustrie von McKinsey & Company. An der Studie nahmen rund 100 Führungskräfte teil.

Nach den Auswirkungen der Krise gefragt, nennen die Befragten an erster Stelle die veränderten Gewohnheiten der Konsumenten. Den Punkt "Kunden nutzen Rabattaktionen und Zahlungsziele stärker aus als zuvor" beurteilen sie durchschnittlich mit 2 auf einer Skala von 1 (stimme voll zu) bis 5 (stimme gar nicht zu).

Ebenso beobachten die Unternehmen, dass Kunden weniger beziehungsweise verstärkt preisgünstigere Artikel einkaufen als vor der Krise (2,3). Zudem bevorzugen die Verbraucher immer mehr Handelsmarken (2,4).

Sorge um den Arbeitsmarkt

"Die Branche bekommt die Zurückhaltung der Konsumenten an vielen Stellen zu spüren", sagt Peter Breuer, Leiter des deutschen Konsumgüter- und Handelssektors von McKinsey. "Ein Einbruch auf dem Arbeitsmarkt könnte die Kauflaune noch stärker negativ beeinflussen."

An zweiter Stelle der Kriseneffekte nennen Händler und Hersteller in der Befragung "schwierigere Kreditverhandlungen" (2,1), gefolgt von "steigenden Ausfallrisiken bei Lieferanten" (2,1).