Was bei Schlecker nicht geklappt hat, geht nun bei der Tochter IhrPlatz: Für die Beschäftigten der insolventen Drogeriekette gibt es eine Transfergesellschaft.

Für 1.409 Mitarbeiter von IhrPlatz gibt es das Angebot, zum 10. September in eine Transfergesellschaft zu wechseln. Sie erhalten für einen Zeitraum von sechs Monaten 80 Prozent ihres bisherigen Nettogehaltes sowie Weiterbildungsangebote.

"Es ist mir ein Anliegen, die Härte, die mit dem Verlust des Arbeitsplatzes bei IhrPlatz einhergeht, so gut es eine solche Situation zulässt, abzufedern", sagt Werner Schneider, Insolvenzverwalter der Drogeriekette, einer Tochter des untergegangenen Schleckerkonzerns.

Hoffnung für die restlichen Mitarbeiter

Lediglich die 1.033 geringfügig Beschäftigten können aufgrund gesetzlicher Bestimmungen nicht in die Transfergesellschaft wechseln, teilt die Schlecker-Pressestelle mit. Doch auch bei diesen Mitarbeitern zeigt sich der Insolvenzverwalter optimistisch. "Ich bin guter Hoffnung, dass es auch für viele ehemalige geringfügig Beschäftigte eine berufliche Zukunft bei einem der Käufer geben könnte", betont Schneider.

Mit der Drogeriekette Rossmann, die 108 Filialen übernimmt, hat Schneider vereinbart, die rund 1.140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dieser Märkte zu beschäftigen. Zudem hätten die weiteren Übernehmer von IhrPlatz-Filialen angekündigt, Bewerbungen ehemaliger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von IhrPlatz wie auch Schlecker offen gegenüberzustehen.

Aktuell geht der Ausverkauf in den Filialen in die finale Phase. Zum Montag (27.) wurde die Rabattierung auf 90 Prozent erhöht. Am Mittwoch (29.) senken die Märkte den Verkaufspreis auf 20 Cent pro Artikel. Vom Preisnachlass ausgenommen sind preisgebundene Artikel wie Presseerzeugnisse, Bücher und Tabakwaren. Am Mittwoch, haben die IhrPlatz- und Schlecker XL-Märkte dann letztmalig geöffnet.