Jetzt ist es offiziell: Alle gekündigten Beschäftigten des insolventen Versandunternehmens Primondo/Quelle können zum 1. Oktober in eine bundesweite Transfergesellschaft wechseln.

Finanziert wird die Auffangsgesellschaft vom Unternehmen und von der Bundesagentur für Arbeit. Dies ist das Ergebnis eines Gesprächs im Bundesarbeitsministerium in Berlin.

Damit sei es gelungen, „bundesweit einheitliche Perspektiven für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Primondo/Quelle zu schaffen", teilte das Ministerium mit.

In der Transfergesellschaft können die Betroffenen nach ihrer Kündigung bis zu sechs Monaten weiterqualifiziert und in neue Jobs vermittelt werden. Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Quelle, Ernst Sindel, erklärte laut Mitteilung, die Lösung sei „ein großer Erfolg".

Kündigungen gehen demnächst raus

Insgesamt werden rund 3.100 Beschäftigte des insolventen Unternehmens den Arbeitsplatz verlieren. Die Kündigungen sollen in diesen Tagen ausgesprochen werden.

Bayern hatte vor wenigen Tagen mit der Gründung einer Transfergesellschaft den Anfang gemacht. Allein im Freistaat werden rund 1.800 Menschen den Job verlieren.

Verschiedene Finanzinvestoren prüfen aktuell einem Pressebericht zufolge den Kauf der Arcandor-Versandhandelssparte Primondo.