Die Ausdünnung des Filialnetzes scheint erste Erfolge zu zeigen: Seit der zweiten Jahreshälfte geht es bei Tchibo wieder bergauf.

Tchibo sieht sich zu seinem diesjährigen 60. Geburtstag auf einem guten Weg: Zwar sei der Umsatz 2008 insgesamt um neun Prozent auf 3,2 Milliarden gesunken, doch seien in der zweiten Jahreshälfte bereits erste Ver­bes­se­rungen durch Restruk­tu­rie­rungs­maß­nahmen sichtbar geworden, teilte die Muttergesellschaft Maxingvest AG mit.

„Der Rückgang im ersten Halbjahr resultierte vor allem aus der Straffung der Vertriebsoberfläche", heißt es in einer Pressemitteilung. Nachdem Tchibo die Zahl der Filialen um elf Prozent auf rund 900 reduziert habe, steige der Umsatz je Quadratmeter wieder.

Umsatzsteigerungen im zweiten Halbjahr

„Weitere Maßnahmen wie Investitionen in Depots und Filialen und eine starke Konzentration auf besondere Produkte im Rahmen des Leistungsversprechens ‚Das gibt es nur bei Tchibo' führten im zweiten Halbjahr auf vergleichbarer Fläche zu Umsatzsteigerungen und zu einem deutlichen Abbau der Warenbestände", teilt das Unternehmen mit. Das Betriebsergebnis (EBIT) sei auf 71 Millionen Euro gestiegen - 2007 waren es 23 Millionen Euro.

„Die konsequente Umsetzung der Strategie ‚Stärken stärken 2010' hat im zweiten Halbjahr erste Wirkungen gezeigt. Das Etappenziel 2008 ist erreicht", wird Dr. Arno Mahlert, Vorstandsvorsitzender der Maxingvest AG, zitiert. „Die Ergebnisse des 1. Quartals 2009 haben diese positive Entwicklung bestätigt. Tchibo ist auf einem guten Weg."

Die Maxinvest AG - der Konzern im Hintergrund

Die Maxingvest AG hält 100 Prozent an der Tchibo GmbH und ist mit 50,46 Prozent an der Beiersdorf AG beteiligt. Der Konzernumsatz der Maxingvest AG erhöhte sich im Geschäftsjahr 2008 um 1,4 Prozent und betrug knapp 9,2 Milliarden Euro. Der Umsatz des Teilkonzerns Beiersdorf legte 2008 um 8,4 Prozent auf knapp 6 Milliarden Euro zu. Die Holding beschäftigte im vergangenen Jahr knapp 34.000 Menschen.