Eine Umfrage unter Top-Managern der Textilbranche verbreitet Optimismus: Der Modekonsum in Deutschland werde in nächster Zeit stabil bleiben, so die vorherrschende Meinung.

Die Verbraucher lassen sich von den Negativschlagzeilen rund um den Euro nicht beeindrucken. Dies ist der Tenor einer aktuellen Umfrage des Fachblatts Textilwirtschaft unter 10 führende Köpfen der Mode-Industrie und des Bekleidungshandels.

"Unsere Branche wird die aktuelle Krise weitestgehend unbeschadet überstehen, davon bin ich überzeugt", sagt etwa Gerhard Weber, Vorstandsvorsitzender des Textilanbieters Gerry Weber.

"Business as usual"

Nicht nur der Modeverkauf, sondern auch die aktuelle Orderrunde läuft derzeit nach geordneten Bahnen. Das versichern alle angesprochenen Manager aus der Modeindustrie - etwa Dieter Holzer, Vorstandschef von Tom Tailor: "Die Händler kaufen keineswegs vorsichtiger ein, weil sie jetzt etwa einen Einbruch im Konsum befürchten."

Noch herrscht also weitgehender Optimismus. "Sollten die Negativ-Schlagzeilen allerdings länger anhalten, wird es natürlich immer schwerer, den Menschen Lust auf neue Mode zu machen", so Klaus Brinkmann, Inhaber der Bugatti Holding und Präsident des Verbandes GermanFashion.