Die Rewe Dortmund zieht ein positives Fazit für das Geschäftsjahr 2010. Vor allem die angeschlossenen selbstständigen Händler legten am Umsatz zu.

Der Einzelhandelsumsatz der zur Rewe Dortmund gehörenden Geschäfte lag im vergangenen Geschäftsjahr bei 2,7 Milliarden Euro und damit um 1,6 Prozent über dem Vorjahreswert, meldete das Unternehmen am heutigen Dienstag.

Die Supermärkte selbstständiger Kaufleute legten beim Umsatz zu, während die filialisierten Märkte auf vergleichbarer Fläche Einbußen hinnehmen mussten. Zudem entwickelten sich größere Märkte mit einer Fläche von 800 Quadratmetern und mehr deutlich besser als die kleineren. Die durchschnittliche Verkaufsfläche der Märkte erreichte mit 1.223 Quadratmetern einen neuen Höchstwert.

Vorstandssprecher Heinz-Bert Zander äußerte sich zufrieden über das zurückligende Geschäftsjahr: "Im Supermarktbereich, dem Kerngeschäftsfeld der Genossenschaft, konnte die Zahl unserer Mitglieder und Kunden erneut stärker als der Markt wachsen."

Weiteres Wachstum 2011

Für 2011 rechnet das Unternehmen abermals mit steigenden Umsätzen. Im Großhandel soll die Umsatzmarke von zwei Milliarden Euro deutlich übertroffen werden. In diesem Bereich wurde 2010 ein leichtes Plus erzielt. Die Umsätze legten um nominal 1,3 Prozent auf 1,93 Milliarden Euro zu. Beliefert wurden insgesamt 265 Großhandelskunden - im Vorjahr waren es allerdings noch 269 gewesen. Den leichten Rückgang begründet das Unternehmen mit Schließungen einzelner Märkte, zudem seien einige Neueröffnungen verschoben worden.

Die Anzahl der von der Rewe Dortmund belieferten Supermärkte ging von 409 auf 387 zurück. Insgesamt wurden 522 Geschäfte mit Ware beliefert. Der Verlust eines Getränkekunden, der über 27 Märkte verfügte, sorgte für einen Rückgang der Gesamtverkaufsfläche aller Anschlusshäuser.

Kunden ziehen in die Städte

Aufmerksam betrachtet der Vorstand der Rewe Dortmund die demografische Entwicklung: Kunden werden älter und ziehen wieder vermehrt in die Innenstädte. Diesem Trend will das Handelsunternehmen mit neuen Supermarktkonzepten begegnen.

Unter dem Nachhaltigkeitsaspekt steht das Projekt "Faire Milch": Seit Einführung dieses Konzeptes sind den Milchbauern in NRW zusätzliche Erlöse von 1,5 Millionen Euro zugeflossen, so das Unternehmen. Dafür gewann die Rewe Dortmund bereits einen Preis.

Angesichts der Situation auf den internationalen Rohstoffmärkten geht Rewe Dortmund für 2011 von dauerhaft steigenden Lebensmittelpreisen in der Größenordnung von 3 bis 4 Prozent aus.